Bürgerliche geben im Wahlkampf am meisten Geld aus

Die bürgerlichen Parteien haben für ihre Kampagne für die Regierungsratswahlen 350'000 Franken zur Verfügung. SP und Grüne hingegen nur 260'000 Franken.

Die bürgerlichen Parteien geben im Wahlkampf für die Regierungsratswahlen mehr Geld aus als die Linken.

Die bürgerlichen Parteien geben im Wahlkampf für die Regierungsratswahlen mehr Geld aus als die Linken. Bild: Keystone

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Einmal ist der Kanton Bern ein Supertanker, dessen Ruder her­umgerissen werden muss, ein andermal ein Wagen zuhinterst am Zug, der zu einer Lokomotive werden soll. So jedenfalls umschrieb der «bürgerliche Vierer» gestern seine Vision für die Zukunft. Der «bürgerliche Vierer» – das sind die amtierenden Regierungsmitglieder Beatrice Simon (BDP), Christoph Neuhaus (SVP) und Pierre Alain Schnegg (SVP) sowie der FDP-Kandidat Philippe Müller.

Sie alle grinsen in den nächsten Wochen und Monaten von Plakaten, Flyern und Inseraten um die Wette. Gestern präsentierten die vier zusammen mit ihren Parteien SVP, FDP und BDP sowie dem Bündnispartner EDU schon mal die Sujets und die Inhalte der ­gemeinsamen Kampagne für die Regierungsratswahlen am 25. März 2018.

Der Slogan lautet «Gemeinsam vorwärts». Neben den klassischen Plakat- und Flyer­auftritten soll das Viererteam auch mit einem Wahlbus durch den gesamten Kanton Bern touren und der Bevölkerung Rede und Antwort stehen.

350'000 Franken liegen bereit

Die ersten Schritte in Richtung «prosperierendes Bern» seien ­gemacht, hiess es gestern. Jetzt müsse der eingeschlagene Sparkurs fortgesetzt werden. Insbesondere wollen sich die vier Kandidaten für eine «erträgliche Steuerbelastung», weniger Regulierungen, ein leistungsorientiertes Schul- und Ausbildungssystem sowie eine «zielorientierte Gesundheitspolitik» einsetzen.

Weil das Geld für die Kampa­gne begrenzt sei, müsse das umgesetzt werden, was die Bürger­lichen auch von der Regierung in ihrer alltäglichen Arbeit erwarten würden: «Einen zielorientierten und damit moderaten Mitteleinsatz», so FDP-Kantonalpräsident Pierre-Yves Grivel. Konkret stehen für die Kampa­gne 350'000 Franken zur Ver­fügung. Je 25'000 Franken kommen von den Kandidaten.

Kipfer hat das kleinste Budget

Das ist mehr, als SP und Grünen für ihre Kampagne zur Verfügung steht. Laut Natalie Imboden, Co-Präsidentin Grüne, werden die beiden Parteien gemeinsam rund 260'000 Franken ausgeben. Je 20'000 kommen von den Kandidaten, 120'000 von den Parteien und 60'000 über Spenden.

SP und Grüne wollen ihre gemeinsame Kampagne Anfang Januar lancieren. Sie steigen mit dem amtierenden SP-Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann, Evi Allemann (SP), Christophe Ga­gnebin (SP) und Christine Häsler (Grüne) ins Rennen.

Und die beiden Mittekandidaten? Michael Köpfli (GLP) wird aus seinem eigenen Portemonnaie 15'000 Franken investieren. Je nach Spenden rechnet er damit, dass ihm gesamthaft zwischen 50'000 und 80'000 Franken zur Verfügung stehen werden. Hans Kipfer (EVP) hingegen will persönlich nur rund 5000 Franken in seinen Wahlkampf stecken. Wie viel seine Partei beisteuern wird, ist noch offen.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 09.12.2017, 14:07 Uhr

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