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Brief an über 30'000 Versicherte

Die Bernische Pensionskasse reagiert auf die Finanzkrise: In einem Brief an die Versicherten schliesst sie Massnahmen nicht aus.

Bei der Bernischen Pensionskasse (BPK) laufen seit gestern die Drucker heiss: Alle über 30000 aktiven Versicherten erhalten in diesen Tagen einen Brief. Darin informieren die Kassenverantwortlichen über die Folgen der miserablen Entwicklung an den Finanzmärkten für die BPK. Im Januar werden auch die über 10000 Rentner angeschrieben.«Kein Grund zur Panik»Die BPK ist im ersten Quartal in eine Unterdeckung geraten. Aktuell liege der Deckungsgrad «knapp unter 90 Prozent», sagt der stellvertretende Direktor Hans-Peter Wiedmer. Ende 2007 hatte er 104,7 Prozent betragen.Dies sei aber «kein Grund zur Panik», schreiben die Kassenverantwortlichen: Weil die jährlichen Einnahmen aus den Beiträgen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern höher seien als die laufenden Ausgaben für die Renten, könne die BPK ihren Verpflichtungen nachkommen, ohne auf das Vermögen zurück- greifen zu müssen, schreiben sie.Rütteln am ZinssatzFällt aber eine Pensionskasse unter 90 Prozent, so besteht eine erhebliche Unterdeckung, und es drängen sich Sanierungsmassnahmen auf. Die BPK werde dies Anfang 2009 diskutieren, wenn die Rechnung 2008 vorliege, sagt Wiedmer. Die Verwaltungskommission werde «nicht nur eine vertiefte Analyse der finanziellen Lage der BPK vornehmen, sondern auch eine allfällige Senkung des technischen Zinssatzes prüfen», heisst es im Brief. Dadurch würde allerdings der Deckungsgrad weiter reduziert. Daher, so heisst es im Brief weiter, «wären wohl Massnahmen zur Erhaltung eines ausgeglichenen Leistungsplanes unumgänglich». Diese müssten «in Form von Beitragserhöhungen oder Leistungskürzungen oder einer Kombination dieser beiden Massnahmen» erfolgen.Staatsgarantie für BLVKDie zweite kantonale Pensionskasse, die Lehrerversicherungskasse BLVK, plant derzeit keinen solchen Brief. Die Situation der BLVK sei anders, weil sie bereits in einer Sanierung stecke, sagt Markus Dübendorfer, Präsident der Verwaltungskommission. Zudem garantiert der Kanton bis zum Erreichen eines Deckungsgrades von 100 Prozent die fälligen Leistungen. Der Deckungsgrad der BLVK liegt derzeit unter 80 Prozent.

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