BKW will Nachrüst-Planung fristgerecht einreichen

Die BKW will dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI bis Sonntag fristgerecht aufzeigen, wie sie in wichtigen Teilen seines Atomkraftwerks Mühleberg die Sicherheit verbessert.

Die Sicherheit des AKW Mühleberg soll verbessert werden.

Die Sicherheit des AKW Mühleberg soll verbessert werden.

(Bild: Andreas Blatter)

Das sagte BKW-Sprecher Antonio Sommavilla am Donnerstag auf Anfrage. Bis Ende Juni 2013 hatte das ENSI im vergangenen Dezember der BKW Zeit gegeben, um eine Umsetzungsplanung für verschiedene Massnahmen vorzulegen. Es geht insbesondere um den Bau einer von der Aare unabhängigen Kühlwasserversorgung, die Installation eines zusätzlichen Nachwärmeabfuhrsystems und die Erdbebenertüchtigung des Brennelementbecken-Kühlsystems.

Das ENSI will, dass die BKW bis zum Ende der Jahresrevision 2017 diese Verbesserungen vornimmt. Die Forderungen gehen auf die Atomkatastrophe von Fukushima zurück. Bis Ende Jahr muss die BKW dem ENSI in weiteren Punkten Unterlagen einreichen respektive konkrete Massnahmen ergreifen.

Nach wie vor ist noch offen, ob die BKW die wichtigsten Nachrüstungen überhaupt will oder nicht. Sie kosten nämlich mehr als die 170 Millionen Franken, welche das Berner Unternehmen einmal dafür berechnete. Bis Ende Jahr will der Verwaltungsrat darüber entscheiden. Das sei weiterhin so, sagte Sommavilla.

Verhandlungslösung bleibt für Gasche Option

Wegen dieser hohen Kosten zeigte BKW-Verwaltungsratspräsident Urs Gasche Anfang dieses Jahres Sympathien für eine Verhandlungslösung für die Abschaltung des AKW Mühleberg. Laut Gasche würden gemäss dieser Idee vom ENSI die noch umzusetzenden Massnahmen so festgesetzt, dass die erforderliche Sicherheitsmarge für einen Weiterbetrieb des AKW Mühleberg bis Ende 2022 gewährleistet wäre.

Im Gegenzug würde sich die BKW definitiv verpflichten, das Kernkraftwerk Mühleberg auf diesen Termin hin ausser Betrieb zu nehmen.

Gasche bestätigte nun am Donnerstag Aussagen in der Zeitung «Der Bund» vom gleichen Tag, wonach die BKW dem ENSI Ende Juni das gesamte Umsetzungkonzept für die geforderten Massnahmen einreichen wird und keinen Alternativvorschlag. «Im Rahmen der Prüfung durch das ENSI sollte es eventuell immer noch möglich sein zu prüfen, ob Alternativen im Sinne der ursprünglichen Idee mit Ausserbetriebnahme 2022 denkbar wären», sagt Gasche aber auch.

«Letztlich ist es dann am Verwaltungsrat der BKW zu entscheiden, ob die und welche vom ENSI geforderten und genehmigten Massnahmen umgesetzt werden. Dies wird dann auch Konsequenzen für den Zeitpunkt der Ausserbetriebnahmen haben.»

dln/sda

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