BKW setzt auf Methanol

Das Berner Energieunternehmen BKW kündigt ein neu-artiges Projekt an. Es will aus Strom, Wasser und C02 Methanol herstellen.

Die BKW will aus Strom, Wasser und C02 Methanol herstellen.

Die BKW will aus Strom, Wasser und C02 Methanol herstellen.

(Bild: Walter Pfäffli)

Stefan Schnyder@schnyderlopez

Die BKW will in der Energieproduktion neue Wege beschreiten. Sie möchte Anlagen bauen, die aus erneuerbarem Strom, Wasser und CO2 den synthetischen Treibstoff Methanol herstellen. Dieser soll Benzin beigemischt werden, wie das Unternehmen gestern mitteilte.

Prominente Partner

Die BKW wird das Projekt mit Partnern vorantreiben. Dazu gehören das Schweizer Unternehmen Swiss Liquid Future und der deutsche Weltkonzern Thyssenkrupp.

Die Anlagen sollen von Schweizer Zulieferern gebaut werden. Laut BKW-Sprecherin Sabrina Schellenberg rechnet das Energieunternehmen mit Investitionskosten von 30 bis 40 Millionen Franken pro Anlage.

Weiter betont die BKW-Sprecherin, dass im Ausland solche Anlagen bereits in Betrieb seien. Will heissen: Die BKW ist überzeugt, dass sie bei diesem Projekt kein Technologierisiko eingeht.

So entsteht Methanol

Die Methanolherstellung erfolgt in zwei Stufen. In einer ersten Phase wird Wasser mit Strom in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Danach stellt die Anlage aus CO2 und Wasserstoff Methanol her.

Dabei will die BKW CO2 nutzen, das sonst in die Luft gelangen würde. Pro Anlage soll CO2 in einem Umfang gebunden werden, der demjenigen von 50 000 Autokilometern entspricht. Laut der BKW reduziert die Beimischung von Methanol den CO2 der Schweiz. Zudem lässt sich Methanol als Energiespeicher nutzen.

Berner Zeitung

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