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Berner Sexclubs wehren sich gegen die Quellensteuer

Betreiber von Erotikclubs sollen für Prostituierte Quellensteuer bezahlen. Dagegen wehrt sich Kevin Schweizer aus Interlaken. Er sei nicht Arbeitgeber, sondern vermiete lediglich Zimmer an selbstständige Sexarbeiterinnen.

Kevin Schweizer an der Bar des Erotikclubs Interlaken, wo er Zimmer an Sexarbeitende vermietet. Foto: Christian Pfander
Kevin Schweizer an der Bar des Erotikclubs Interlaken, wo er Zimmer an Sexarbeitende vermietet. Foto: Christian Pfander

Die Bar ist von rotem Licht erleuchtet. An diesem Vormittag sitzt niemand auf den schwarzen Ledersesseln im Erotikclub Interlaken. Nur ein Handwerker geht ein und aus, um den Pool neben der Sauna umzubauen. Die Türen zu den Zimmern der vier hier eingemieteten Sexarbeiterinnen sind geschlossen.

«Die Damen schlafen noch, wir sollten nicht zu laut sein», sagt Kevin Schweizer. Der 29-jährige Betreiber führt in den hinteren Teil seines Clubs, der einst zu einem Hotel gehörte. Dort schaltet er einen Aquarium-Bildschirm ein und steckt sich eine Zigarette an, bevor er von jenem Thema zu erzählen beginnt, das ihn momentan stark beschäftigt. Es sind nicht die Bauarbeiten am Pool, auch nicht Lärmklagen von Nachbarn oder ein Aufstand der Damen. Sondern die Steuern.

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