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Berner Schäfchen ignorieren die CVP

Schweizweit ist die CVP viel stärker als die EVP. Im Kanton Bern jedoch herrscht bei den christlichen Mitteparteien verkehrte Welt.

Sandra Rutschi
Max Spring

Wie eine Partei tickt, zeigt sich an ihren Versammlungen: Die SVP lässt den «Berner Marsch» erklingen, die FDP lädt einen Re­ferenten aus der Wirtschaft ein – und die Evangelische Volkspartei (EVP) pflegt ihre Nähe zu Gott. Parteipräsidentin Christine Schnegg begrüsst die Delegierten an der Stadtberner Nägeligasse in der Kapelle, an deren Torbogen «Vereinshaus der Evangelischen Gesellschaft» steht. Und bevor es im Geschäftssitz der Partei an die Wahl der Stimmenzähler geht, faltet die oberste EVP-Frau die Hände und beginnt laut zu beten. «Das tun wir immer, auch vor Fraktionssitzungen und höchstwahrscheinlich auch in den Ortsparteien», sagt die Lysserin, die auch Präsidentin der EVP-Fraktion im Grossen Rat ist. «Wir anerkennen damit, dass wir auf Gottes Führung angewiesen sind.»

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