Zum Hauptinhalt springen

Berner Regierungsrat will kantonales Hundegesetz

Der Kanton Bern soll ein kantonales Hundegesetz erhalten. Dies plant der bernische Regierungsrat, nachdem auf Bundesebene kein einheitliches Hundegesetz zustande gekommen ist.

Mögliche Pfeiler eines kantonalen Hundegesetzes sind präventiv wirkende Vorschriften zur Hundehaltung.
Mögliche Pfeiler eines kantonalen Hundegesetzes sind präventiv wirkende Vorschriften zur Hundehaltung.
Urs Baumann

In den letzten Jahren habe sich der Regierungsrat stets für eine gesamtschweizerische Lösung ausgesprochen, hielt die bernische Exekutive am Mittwoch fest. Diese Möglichkeit habe der Nationalrat aber definitiv verworfen.

Die kantonale Volkswirtschaftsdirektion habe deshalb die neue Ausgangslage genutzt, um eine Standortbestimmung vorzunehmen. Der Regierungsrat komme zum Schluss, dass es nun an den Kantonen sei, die Sicherheit rund um die Hundehaltung zu verbessern. Er stimme deshalb dem Vorschlag der Volkswirtschaftsdirektion zu, ein kantonales Hundegesetz zu erarbeiten.

Präventive Wirkung

Mögliche Pfeiler eines solchen Gesetzes seien präventiv wirkende Vorschriften zur Hundehaltung, ein Versicherungs-Obligatorium sowie die Optimierung des Vollzugs. Die speziellen Massnahmen gegen problematische Hunde und deren Halter sollen weitergeführt werden.

Zu überprüfen sei auch das Gesetz über die Hundetaxe aus dem Jahr 1903, schreibt der Regierungsrat. Dieses sorgte jüngst für Schlagzeilen, weil der Gemeinderat des bernjurassischen Dorfes Reconvilier an einen längst vergessenen Passus erinnert hatte.

Demnach müssten Hundehalter, welche die Hundesteuern nicht bezahlen, damit rechnen, dass ihre Tiere eingeschläfert werden. Das mediale Sperrfeuer führte dazu, dass sich der Gemeinderat massiven Beschimpfungen und sogar Morddrohungen aus aller Welt ausgesetzt sah.

Vernehmlassung im Sommer

Die Gesetzgebungsarbeiten für das kantonale Gesetz würden umgehend an die Hand genommen, teilte der Regierungsrat weiter mit. Dadurch sollte bereits im Sommer 2011 das Vernehmlassungsverfahren durchgeführt werden können.

In der Stadt Bern beispielsweise gilt ab Februar eine neue, strengere Hundeverordnung. Diese enthält einen Leinenzwang für Hunde in der ganzen Innenstadt sowie für Aussenanlagen von Kindergärten und Schulen, für Spiel- und Sportplätze und die meisten öffentlichen Grünanlagen.

SDA/met

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch