Berner Regierung setzt «Meilenstein für den Naturschutz»

Der Regierungsrat hat am Montag den Sachplan Biodiversität genehmigt. Er Entwählt verschiedene Massnahmen zum Natur- und Artenschutz und ist der letzte Baustein im kantonalen Biodiversitätsgesetz.

Einen Bereich, den der Sachplan regelt, sind Konflikte im Zusammenhang mit Biberschäden.

Einen Bereich, den der Sachplan regelt, sind Konflikte im Zusammenhang mit Biberschäden.

(Bild: iStock/Symbolbild)

Die Berner Regierung hat den Sachplan Biodiversität genehmigt. Das ist ein Plan, der Behörden, Gemeinden und Organen der Regionen verbindlich aufzeigt, wo und wie die Förderung der Biodiversität verstärkt und ihr Erhalt verbessert werden muss.

Wie der Regierungsrat am Montag mitteilte, enthält der Plan beispielsweise Massnahmen im Bereich Jagd und Wildtierschutz – etwa eine Regelung, wie im Fall von Konflikten vorzugehen ist, welche der Biber hervorruft.

Auch zu Wildwechselkorridoren listet der Plan Massnahmen auf, und zu Lebensräumen gefährdeter Fischarten. Massnahmen zu Waldreservaten und Biodiversitätsflächen in der Landwirtschaft sind weitere Inhalte des Plans. Er ist am 1. September in Kraft getreten und war der letzte noch fehlende Baustein im kantonalen Biodiversitätskonzept.

Mit der Genehmigung des Sachplans sei «ein Meilenstein für den Naturschutz gesetzt» worden, schreibt der Regierungsrat. Dass der Plan vorliegt, ist eine wichtige Grundlage für die Sicherung von Bundesgeldern im Bereich Naturschutz.

Ein Drittel der Arten ist gefährdet

Die Berner Regierung macht darauf aufmerksam, dass gemäss Bundesamt für Umwelt knapp die Hälfte aller Lebensräume in der Schweiz bedroht ist. Mehr als ein Drittel aller Arten ist gefährdet.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD stelle der Schweiz kein gutes Zeugnis aus, schreibt die Berner Regierung weiter: Grösse, Qualität und Vernetzung der Schutzgebiete seien im internationalen Vergleich mangelhaft.

ske/sda

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