Berner Grünliberale nominieren Kandidaten

Am Donnerstagabend haben die Berner Grünliberalen ihre Nominationen für die Nationalrats- und Ständeratswahlen im Herbst bekannt gegeben. Zudem fasste die Mitgliederversammlung die Nein-Parole zur Familieninitiative der CVP.

Die Berner Grünliberalen haben am Donnerstagabend in Bern ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die eidgenössischen Wahlen im Herbst nominiert. Zu den Nationalratswahlen tritt die Partei mit drei Listen an. Für die Ständeratswahlen kandidiert, wie angekündigt, der Frutiger Nationalrat Jürg Grossen.

Das erklärte Ziel der Berner Grünliberalen ist der Gewinn eines dritten Nationalratssitzes. Dies will die Partei mit drei Listen erreichen. Neben der Stammliste, die von den beiden bisherigen Nationalräten Kathrin Bertschy (Bern) und Jürg Grossen (Frutigen) angeführt wird, tritt die glp im Oktober mit einer Unternehmerliste und einer Jungen Liste an, wie sie am Donnerstagabend mitteilte.

«Da der Kanton Bern ein Nationalratsmandat verlieren wird, ist unser Ziel sicher ambitioniert - die Resultate aus den vergangenen kantonalen und kommunalen Wahlen stimmen uns aber zuversichtlich, meint die Co-Präsidentin und Grossrätin Franziska Schöni-Affolter dazu.

Jürg Grossen für den Ständerat

Die Unternehmerliste wird vom Unternehmer und Grossrat Daniel Trüssel und vom langjährigen Geschäftsführer der Flyer Biketech AG, Kurt Schär angeführt. Die Junge Liste wird von Maurice Lindgren (Mitglied StudentInnenrat Uni Bern) und Melanie Gasser (Mitglied Grosser Gemeinderat Ostermundigen) angeführt.

Als Ständeratskandidaten hat die Mitgliederversammlung wie erwartet den amtierenden Nationalrat und Unternehmer Jürg Grossen aus Frutigen nominiert.

Nein zur CVP-Familieninitiative

Die Mitgliederversammlung fasste am Donnerstagabend ausserdem die Nein-Parole zur Familieninitiative der CVP. Über das Volksbegehren wird am 8. März abgestimmt, gleichzeitig mit der von der GLP lancierten Initiative «Energie- statt Mehrwertsteuer».

Klar, dass sich die Berner Kantonalpartei einstimmig hinter die Initiative der Mutterpartei stellte. Dem Volksbegehren weht indessen ein rauher Wind entgegen. Von den grösseren Parteien unterstützen bislang nur die Grünen das Anliegen.

Die Initiative der Grünliberalen verlangt eine ökologische Steuerreform: Die Mehrwertsteuer soll abgeschafft und durch eine Steuer auf der Produktion und der Einfuhr von nicht erneuerbaren Energien wie Erdöl, Gas, Kohle und Uran ersetzt werden.

Die Initiative «Familien stärken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen» soll mit ihrem namensgebenden Anliegen nach dem Willen der Urheber den Mittelstand stärken. Die Gegner kritisieren unter anderem die hohen Steuerausfälle von schätzungsweise einer Milliarde Franken.

sih/sda

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