Berner FDP-Präsident: «Ohne dritten Sitz wäre ich enttäuscht»

Für einen dritten Sitz sollte es der FDP reichen, zeigte sich der Präsident der bernischen FDP, Pierre-Yves Grivel, am Parteitag vom Samstag überzeugt.

In seiner Rede vor der Parteibasis sprach Grivel an der Versammlung im Schloss Holligen sogar von mehreren zusätzlichen Sitzen.

In seiner Rede vor der Parteibasis sprach Grivel an der Versammlung im Schloss Holligen sogar von mehreren zusätzlichen Sitzen. Bild: Beat Mathys

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Der Präsident der bernischen FDP, Pierre-Yves Grivel, glaubt, dass seine Partei bei den Nationalratswahlen von Mitte Oktober einen zusätzlichen dritten Sitz holt. «Ohne dritten Sitz wäre ich enttäuscht», sagte er am Rand eines Parteitags am Samstag in Bern.

In seiner Rede vor der Parteibasis sprach Grivel an der Versammlung im Schloss Holligen sogar von mehreren zusätzlichen Sitzen, welche die bernische FDP holen könnte. Im Anschluss an die Versammlung präzisierte der Parteipräsident dann aber, für einen dritten Sitz sollte es der FDP reichen, eventuell für einen vierten.

Er sei aber ein bisschen beunruhigt vom Resultat des neusten Wahlbarometers der SRG SSR, dessen Resultat vor ein paar Tagen bekanntgegeben worden ist. Gemäss dieser Wählerbefragung hat die FDP schweizweit im Vergleich zu Befragungen im Juni wieder etwas Zuspruch verloren.

Grivel rief deshalb die Freisinnigen auf, alles zu tun, um die Wähler zu mobilisieren. Und wer als Freisinniger wählen gehe, solle nicht panaschieren, also Kandidierende anderer Parteien auf die FDP-Wahlzettel schreiben. «Das schwächt die FDP». Dass die FDP keine Listenverbindung eingegangen ist, ist für Grivel kein Nachteil.

Schneider-Ammann lobt Nationalbank

Auch FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann appellierte indirekt ans Engagement der Freisinnigen im Endspurt des Wahlkampfs. Er sagte, Marathonläufe würden jeweils auf dem letzten Kilometer entschieden, nicht auf dem ersten.

Der Schweizer Wirtschaftsminister äusserte Zufriedenheit über die Kursentwicklung des Schweizer Frankens. Wenn man ihn frage, wie es ihm gehe, habe er zuletzt beispielsweise mit «1.1057 Franken» geantwortet, also dem Gegenwert von einem Euro.

Schneider-Ammann sagte auch, die neuste Entwicklung beim Frankenkurs zeige, dass die Nationalbank die richtigen Entscheide getroffen habe.

Von 17,1 auf 16,9 Prozent

Die bernische FDP hält derzeit zwei Nationalratssitze, nachdem sie bei den letzten Wahlen gleich zwei Mandate einbüsste. Laut dem nationalen Wahlbarometer von dieser Woche wäre die FDP schweizweit auf einen Wähleranteil von 16,9 Prozent gekommen, wenn die Wahlen Ende August stattgefunden hätten.

Im Juni hatte das Forschungsinstitut gfs.bern der FDP noch einen Wähleranteil von 17,1 Prozent zugeschrieben. 2011 kam die Partei schweizweit auf 15,1 Prozent. (sih/sda)

Erstellt: 12.09.2015, 14:26 Uhr

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