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Berner Babyboom setzt sich fort

Noch nie kamen am Berner Inselspital so viele Kinder zur Welt, wie im Jahr 2013. Auch in den Berner Privatspitälern gab es rekordverdächtig viele Geburten.

Inselspital, Neugeborenenabteilung: Ein Frühgeborenes in der Isolette.
Inselspital, Neugeborenenabteilung: Ein Frühgeborenes in der Isolette.
zvg/Kreation Foto Grafik, Inselspital

Noch ist das Jahr nicht ganz zu Ende, aber der Rekord im 21. Jahrhundert steht: Bis am 30.12. um 8 Uhr verzeichnete das Inselspital 1454 Geburten mit total 1559 Babys. Im bisherigen Rekordjahr 2012 waren es bis am 31.12. um Mitternacht 1366 Geburten und 1454 Kinder. Im Spital Münsingen kamen 439 Kinder in 434 Geburten auf die Welt. Das sind etwas weniger als im Jahr 2012, als noch 500 Geburten gezählt wurden.

Damit kommen die Geburtsabteilungen der seit 1. September 2013 gemeinsam geführten Unternehmen Inselspital und Spital Netz Bern AG insgesamt auf 2000 Neugeborene. Das Spital Riggisberg zählte bis zur Schliessung der Geburtsabteilung im Juli 185 Babys.

Zusätzlicher Gebärsaal

Auch in den Berner Privatspitälern kamen nach dem Rekordjahr 2012 erneut mehr Kinder zur Welt. So konnte auch das Salem-Spital 2013 einen Geburtenanstieg verzeichnen. Insgesamt 1137 Babys kamen dieses Jahr auf der Maternité des Salem-Spitals zur Welt (Stand: 30.12. Vormittag). Im Jahr 2012 waren es 1100 Geburten. «Um dieser erfreulichen Entwicklung gerecht zu werden, wurde im Herbst 2013 ein vierter Gebärsaal in Betrieb genommen», sagt Stefanie de Borba, Projektleiterin PR Kommunikation auf Anfrage. In den Spitälern Lindenhof und Engeried der Berner Lindenhofgruppe kamen 2013 per Dato bei 2240 Geburten 2400 Säuglinge zur Welt. Im Jahr 2012 wurden in den beiden Spitälern 2222 Kinder zur Welt gebracht.

Und auch in Thun stieg die Geburtenrate: Im Spital Thun kamen 2013 970 Kinder zur Welt (926 waren es im Jahr 2012). Hier ist der Anstieg nicht nur auf den Babyboom zurückzuführen: «Die Geburtenzahlen in Thun haben sich erhöht, aufgrund der Schliessung der Geburtsabteilung in Riggisberg», sagte Melanie Walder, Stv. Assistentin der Geschäftsleitung der Spital STS AG.

Zunahme an Mehrlingsgeburten

Nicht nur der Geburtentrend setzte sich fort, sondern auch das Phänomen der Mehrlingsgeburten: «Wir verzeichneten erneut mehr Zwillings- und Drillingsgeburten und einmal sogar Vierlinge», sagt Prof. Daniel Surbek, Chefarzt Geburtshilfe und Co-Direktor der Frauenklinik. Im Inselspital erblicken 2013 bis Montagmorgen 8 Uhr 84 Zwillinge das Licht der Welt. In Münsingen gab es fünfmal Zwillinge, in Riggisberg einmal.

Die Gründe für den Baby- und Mehrlingsboom am Inselspital sind laut Daniel Surbek die gleichen wie in den Vorjahren: «Einerseits wollen junge Familien wieder mehr Kinder, anderseits erhalten wir auch mehr Zuweisungen durch Gynäkologinnen und Spitäler. Als einziges Perinatalzentrum im Kanton Bern und den umliegenden Kantonen sind wir im Inselspital auf alle Eventualitäten vorbereitet und können zum Beispiel herzkranke Babies direkt nach der Geburt operieren.» Dazu komme das weiterhin steigende Durchschnittsalter der erstgebärenden Mütter und die ungebrochene Nachfrage nach künstlichen Befruchtungen.

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