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Begleitung von Süchtigen soll dezentral organisiert werden

Der Kanton Bern will das Case Management in der Suchthilfe definitiv einführen. Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion zieht damit die Konsequenzen aus einem Evaluationsbericht.

Die Fachleute kamen zum Schluss, dass es durchaus sinnvoll sei, die Betreuung von süchtigen Menschen zu koordinieren.
Die Fachleute kamen zum Schluss, dass es durchaus sinnvoll sei, die Betreuung von süchtigen Menschen zu koordinieren.
Thomas Peter

Stadt und Kanton Bern hatten per 1. November 2011 eine «Fachstelle Case Management Sucht» eingerichtet. Zwei «Case Manager» versuchten seither, die Wirksamkeit der Suchthilfe durch Fallkoordination zu erhöhen. Sie kümmerten sich um Süchtige, die sonst oft bei mehreren medizinischen und sozialen Institutionen ein- und ausgehen.

72 Personen wurden während der Pilotphase betreut, sie waren zwischen 23 und 57 Jahre alt. Die Fallverläufe waren unterschiedlich, wie die Gesundheits- und Fürsorgedirektion schreibt.

Zentrale Fachstelle schafft Probleme

Bei einigen Klienten habe sich die Wohnungs-, Arbeits- und Geldsituation verbessert. Rund die Hälfte der Fälle sei in der Berichtsperiode abgeschlossen worden. Sowohl die Case Manager als auch die Institutionen kamen zum Schluss, die Einzelfall-Betreuung habe positive Effekte auf die Süchtigen.

Zu Schwierigkeiten kam es aber durch die organisatorischen Vorgaben. Das Evaluationsteam empfiehlt daher, das System Case Management nicht mit einer zentralen Fachstelle weiterzuführen. Das schaffe Probleme. Eine interinstitutionelle Fallkoordination sei aber grundsätzlich sinnvoll und werde im ganzen Kantonsgebiet benötigt.

Bis Mitte 2014 soll dieses Instrument eingeführt werden. Die konkrete Ausgestaltung obliegt der Gesundheits- und Fürsorgedirektion.

SDA/cls

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