BDP unterstützt nur Schnegg

Die BDP empfiehlt, Pierre Alain Schnegg (SVP) in den Regierungsrat zu wählen. Für den zweiten Sitz beschloss die Partei Stimmfreigabe.

Die BDP unterstützt in der Regierungsratsersatzwahl den SVP-Bernjurassier Pierre Alain Schnegg. Für den zweiten frei werdenden Regierungsratssitz hat die Partei Stimmfreigabe beschlossen.

Die BDP unterstützt in der Regierungsratsersatzwahl den SVP-Bernjurassier Pierre Alain Schnegg. Für den zweiten frei werdenden Regierungsratssitz hat die Partei Stimmfreigabe beschlossen.

(Bild: Urs Baumann)

Sandra Rutschi

Die kantonale BDP wird bei den Regierungsratsersatzwahlen den SVP-Kandidaten Lars Guggisberg nicht unterstützen. Zwar empfiehlt die Partei den SVP-Bernjurassier Pierre Alain Schnegg zur Wahl, hat aber für den zweiten frei werdenden Regierungsratssitz Stimmfreigabe beschlossen.

Die vorangehende Diskussion am Mittowchabend in Köniz war intensiv. Die Mitglieder stimmten klar für die bürgerliche Wende und dafür, dass Schnegg wie von der bernjurassischen Parteisektion empfohlen unterstützt wird. Allerdings ärgerte man sich über den Machtanspruch der SVP. Mit einem zusätzlichen Bürgerlichen sei die Wende bereits geschafft, sagte Nationalrat Lorenz Hess.

Stadt Bern für Ammann

Im Vorfeld hatte sich der Vorstand «nach intensiven Diskussionen» dazu durchgerungen, «ein bürgerliches Ticket» zu empfehlen. Dass es sich bei diesem Ticket um die beiden Kandidaten der SVP handelt, erwähnte der Vorstand in der Medienmitteilung nicht – obschon das einzige «bürgerliche Ticket» aus ebendiesen SVP-Kandidaten bestand.

Am Mittwoch setzte sich der Vorstand dann zwar für Schnegg, aber nicht für Guggisberg ein. «Wir sagten lediglich: wählt bürgerlich», so Parteipräsident Enea Martinelli. Kein einziger Votant sprach sich für Guggisberg aus. Unterstützung erhielt hingegen SP-Kandidat Christoph Ammann. Die BDP-Sektion der Stadt Bern stellte den Antrag, den Meiringer gemeinsam mit Schnegg zu unterstützen. «Man wirft uns immer vor, wir hätten kein Profil», sagte Stadtratsfraktionspräsident Philip Kohli. Deshalb gelte es parteiunabhängig Köpfe zu wählen. Ammann sei von seinem Profil her für die BDP wählbar.

Präsident rät ab

Da äusserte Parteipräsident Enea Martinelli jedoch Bedenken. Er kenne Ammann sehr gut und schätze ihn. «Ich würde ihn als BDP aber nicht offiziell empfehlen.» Er empfehle eine Stimmfreigabe, denn: «Wir sind eine bürgerliche Partei, es geht um die Glaubwürdigkeit unserer Position.» Die BDP müsse sich nicht nur gegen rechts abgrenzen, sondern auch gegen links. Er gebe diese persönliche Meinung auch als Echo des Vorstandes weiter, der sich ja hier und jetzt nicht offiziell für Guggisberg ausspreche.

Die Parteiversammlung sagte mit 70 Ja- zu 57 Nein-Stimmen Ja zur Stimmfreigabe. Eine Abstimmung darüber, ob man Ammann unterstützen wolle, erübrigte sich damit.

Berner Zeitung

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