Zum Hauptinhalt springen

BDP mit keinem Wort erwähnt

Keine Überraschungen bei der SVP: Die Partei unterstützt die BDP-Kandidatin nicht und sagt Ja zur Anti-Minarett-Initiative.

Es kam, wie es kommen musste: Die bernischen Bürgerlichen treten definitiv nicht geeint zu den Regierungsratswahlen vom 28.März 2010 an. Die Trennungsschmerzen nach der Spaltung der SVP sind offenbar noch zu gross. So beschlossen die SVP-Delegierten gestern in Lyss, nur die Kandidaten der FDP – Regierungspräsident Hans-Jürg Käser und Grossrat Sylvain Astier – zu unterstützen. Der Beschluss der 280 Delegierten kam ohne jede Diskussion und einstimmig (bei zwei Enthaltungen) zu Stande. Niemand – weder Präsident Rudolf Joder noch ein Delegierter – warf schon nur die Frage auf, ob die SVP nicht auch die BDP-Kandidatin, Grossrätin Beatrice Simon, unterstützen solle. Die SVP-Kandidaten sind Regierungsrat Christoph Neuhaus und Albert Rösti.

Offen ist noch, wie sich SVP und FDP im Wahlkampf gegenseitig unterstützen werden. Joder sagte, dazu liefen Gespräche. Es gibt 2010 erstmals keine vorgedruckten ausseramtlichen Wahlzettel mehr, um zum Beispiel die SVP- und FDP-Kandidaten gemeinsam aufzuführen.

Nein zu Stimmrechtsalter 16

Ebenso einig waren sich die SVP-Delegierten bei der Beurteilung der Abstimmungen vom 29.November: Bei nur fünf Gegenstimmen fassten sie die Nein-Parole zur kantonalen Vorlage über die Einführung von Stimmrechtsalter 16. Grossrat Thomas Fuchs witzelte, wenn man heutzutage schon bis 12 im Auto-Kindersitz hocken müsse, müsse man nicht schon mit 16 abstimmen können.

Die Delegierten sagten zudem bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen Ja zur Initiative gegen den Bau von Minaretten. Nationalrätin Andrea Geissbühler sprach sich unter anderem gegen «einseitige Vorleistungen gegenüber dem Islam» und «islamische Triumphsäulen» aus. Dass Kirchendirektor Neuhaus seine Meinung zur Initiative nicht öffentlich bekannt geben will, störte die Delegierten offenbar nicht; es nahm niemand darauf Bezug. Neuhaus war gestern auch gar nicht anwesend; er hatte sich krankheitsbedingt entschuldigt.

Die Initiative für ein Verbot von Kriegsmaterialexporten lehnten die Delegierten ebenso einstimmig ab, wie sie der Spezialfinanzierung Luftverkehr zustimmten.

BZ/fab

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch