BDP geht primär mit der Mitte

Bei den Regierungsratswahlen spannen die Bürgerlichen zusammen. Bei den Grossratswahlen hingegen will die BDP nichts von der SVP wissen.

Spannt bei den Wahlen ums Kantonsparlament lieber mit der FDP als der SVP zusammen: BDP-Kantonspräsident Enea Martinelli.

Spannt bei den Wahlen ums Kantonsparlament lieber mit der FDP als der SVP zusammen: BDP-Kantonspräsident Enea Martinelli. Bild: Bruno Petroni

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Seit Montagabend sind die Listenverbindungen für die Grossratswahlen in den einzelnen Wahlkreisen bekannt. Was auffällt: SP und Grüne sowie EVP und GLP spannen in allen Wahlkreisen bei den Parlamentswahlen zusammen – so, wie sie sich auch bei den Regierungsratswahlen unterstützen.

Anders sieht es bei den Bürgerlichen aus. Während sie bei den Regierungsratswahlen für die bürgerliche Mehrheit zusammenstehen, sind die Allianzen von SVP, FDP und BDP bei den Grossratswahlen in den Wahlkreisen unterschiedlich. Zwar spannen SVP und FDP in 6 von 9 Wahlkreisen zusammen. Die BDP aber sieht man nirgends mit der SVP in einer Listenverbindung.

«Dies ergibt für uns historisch und rechnerisch keinen Sinn», begründet Kantonalpräsident Enea Martinelli. Die BDP hat sich einst von der SVP abgespalten. «Und von Listenverbindungen profitieren nur die grösseren Verbindungspartner oder Parteien, die etwa ähnlich gross sind», sagt Martinelli. Die SVP wäre für die BDP in allen Wahlkreisen zu gross gewesen, damit sie von ihr profitiert hätte.

Nun spannt die BDP in 2 Wahlkreisen mit der FDP, in 3 mit GLP und EVP, in einem mit den Piraten zusammen. Martinelli bekennt sich dennoch zum bürgerlichen Regierungsticket: «Wir machen uns stark für die Wahl aller bürgerlichen Kandidaten. Im Zentrum steht die bürgerliche Mehrheit.»

Vor vier Jahren ging die BDP kantonsweit bewusst keine Listenverbindungen für die Grossratswahlen ein. Einige erkannten darin mit einen Grund dafür, dass die Partei bei den Wahlen viele Sitze verlor. (Berner Zeitung)

Erstellt: 16.01.2018, 18:55 Uhr

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