Auch SVP-Fraktionschef Brand will Ständerat werden

Nach Nationalrat Rudolf Joder und Kantonalpräsident Werner Salzmann hat am Mittwoch auch der Präsident der SVP-Fraktion im Grossen Rat, Peter Brand, seine Ambitionen bekanntgegeben.

Peter Brand hat am Mittwoch seine Ambitionen für den Ständerat bekannt gegeben.

Peter Brand hat am Mittwoch seine Ambitionen für den Ständerat bekannt gegeben.

(Bild: Susanne Keller)

Nach Nationalrat Rudolf Joder und Kantonalpräsident Werner Salzmann hat am Mittwoch auch der Präsident der SVP-Fraktion im Grossen Rat, Peter Brand, seine Ambitionen bekanntgegeben.

Brand, seit zwölf Jahren Grossrat und Notar in Münchenbuchsee, machte seinen Entscheid am Mittwochnachmittag per Medienmitteilung publik. Darin schreibt er, seiner Ansicht nach wäre es «naheliegend», dass sich amtierende SVP-Nationalräte für den Ständerat zur Verfügung stellten.

«Da dies offenbar nicht der Fall ist, bin ich aufgrund der aktuellen Ausgangslage überzeugt, dass ich mindestens so gute Voraussetzungen mitbringe wie die bis jetzt bekannten Kandidaten.» Brand ergänzte auf Anfrage, für ihn wäre es naheliegend, wenn wieder kandidierende Nationalräte zur Ständeratswahl antreten würden. Der Belper SVP-Nationalrat Joder kann wegen Amtszeitbeschränkung nicht mehr zu den Nationalratswahlen antreten.

Brand schreibt in seiner Mitteilung er habe viel politische Erfahrung und ihm werde attestiert, «dass ich den politischen Kurs der SVP des Kantons Bern über weite Strecken geprägt habe.» Von verschiedensten Seiten, auch über die SVP hinaus, sei er aufgefordert worden, nächstes Jahr zu den Ständeratswahlen anzutreten.

Drei Hürden zu nehmen

Brand muss nun drei Hürden überwinden, um am Schluss tatsächlich als Ständeratskandidat dazustehen. Die erste Hürde stellt sich ihm schon am (heutigen) Mittwochabend in den Weg. In Neuenegg treffen sich die Delegierten der SVP Mittelland Nord und entscheiden, wen sie den Delegierten des SVP-Landesverbands Mittelland als Ständeratskandidat vorschlagen wollen. Neben Brand steht auch Salzmann zur Verfügung. Auch er wohnt im nördlichen Teil des kantonalen Wahlkreises Mittelland.

Diese Delegiertenversammlung des sogenannten SVP-Landesverbands Mittelland am 16. September ist also die zweite Hürde. Dort entscheiden die Delegierten, welche Leute der kantonalen Delegiertenversammlung vom 22. Oktober in Unterlangenegg als Ständeratskandidaten vorgeschlagen werden. Das ist dann die entscheidende dritte Hürde. Es ist gut möglich, dass alle drei SVP-Schwergewichte Joder, Salzmann und Brand bis zum 22. Oktober im Rennen bleiben.

Der Vorstand des SVP-Landesverbands Mittelland hat nämlich am Dienstagabend beschlossen, den Delegierten zu beantragen, auf Stufe Landesverband noch keine Selektion vorzunehmen. Das sagte am Mittwochnachmittag Verbandspräsident Lars Guggisberg auf Anfrage.

Die Vorstandsmitglieder seien der Auffassung gewesen, alle drei Personen seien valable Kandidaten. Es sei nicht sinnvoll, dass eine Zusammenkunft von nur etwa 20 Delegierten einen solchen Personalentscheid vornehme. Von der Kandidatur Brands wusste der Vorstand am Dienstag laut Guggisberg noch nichts. Brand hatte aber vorher schon gesagt, er überlege sich eine Kandidatur. Der Vorstand ging also von zwei oder drei Kandidaturen aus.

Joder hat eine Hürde genommen

Bereits eine Hürde übersprungen hat Rudolf Joder. Der frühere Präsident der bernischen SVP wurde am Montagabend in Rubigen von der SVP Mittelland Süd zuhanden der Delegiertenversammlung der SVP Mittelland als Ständeratskandidat nominiert.

sda

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