Asyl-Aktivisten protestieren vor Berner Rathaus gegen Isolation

Flüchtlinge und Aktivisten haben am Montag vor dem Berner Rathaus gegen den Anwesenheitszwang in den bernischen Asylunterkünften protestiert.

Die Aktivisten der Organisation Migrant-Solidarity-Network kritisieren, dass die Sozialhilfe neu vom «Integrationsstand» abhängen soll (Symbolbild).

Die Aktivisten der Organisation Migrant-Solidarity-Network kritisieren, dass die Sozialhilfe neu vom «Integrationsstand» abhängen soll (Symbolbild).

(Bild: Raphael Moser)

Der Grosse Rat nahm am Montag die Juni-Session in Angriff. Er wird diese Woche das neue Gesetz über die Sozialhilfe im Asyl- und Flüchtlingsbereich beraten. Vor dem Rathaus haben Flüchtlinge und Aktivisten gegen die Anwesenheitspflicht in den Asylunterkünften demonstriert. Die Isolation verunmögliche die Integration, machten sie geltend.

Die Aktivisten der Organisation Migrant-Solidarity-Network kritisieren, dass die Sozialhilfe neu vom «Integrationsstand» abhängen soll. Gleichzeitig werde die Integration verunmöglicht durch die zunehmende Isolation der Menschen in den Asylunterkünften.

Um Sozialhilfe oder Nothilfe zu bekommen, müssten Geflüchtete ihre Präsenz jeden Tag per Unterschrift bestätigen und auch stets in der Asylunterkunft übernachten. Der Kanton Bern verletze mit dieser Anwesenheitspflicht die Menschenrechte. Die Asylunterkünfte bekämen immer mehr einen Gefängnischarakter.

flo/sda

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