April, April mit Hunde-DNA-Scherz

Alle Stadtberner Hunde müssen zum DNA-Test antraben? Nein, keine Sorge. Dieser Text war unser Aprilscherz. Auch andere Berner Medien erlaubten sich einen Jux.

Dass Hunde in der Stadt Bern zum DNA-Test antraben müssen, war ein Aprilscherz.

Dass Hunde in der Stadt Bern zum DNA-Test antraben müssen, war ein Aprilscherz.

(Bild: Getty)

Einmal im Jahr sind «Fake-News» und alternative Fakten in den Medien erlaubt: am 1. April. Auch diese Zeitung führte ihre Leserinnen und Leser an der (Hunde)nase herum. Alle Hunde der Stadt Bern müssten zum DNA-Test antraben, vermeldeten wir. Die Stadtregierung habe genug von Hundehaufen auf den Trottoirs und in öffentlichen Anlagen. Liegen gelassene Robidog-Säckchen im Wald? Damit solle Schluss sein.

Hätte unser Artikel gestimmt, würde in den nächsten Tagen jeder Hundehalter der Stadt Bern per Post ein DNA-Testset zugeschickt bekommen. Daheim könnte er dann seinem Fido mit einem Wattestäbchen bequem die DNA abnehmen und der Stadt zurück schicken. Es wäre ein leichtes, fehlbare Hunde, beziehungsweise ihre Halter zu identifizieren. Die Stadt Bern plant aber vorderhand keinen solchen Pilotversuch.

Wissenschaftlich wäre ein solches Vorgehen zwar möglich, und glaubt man anderen Medienberichten, werden solche DNA-Abgleiche bei Hunden in den USA, in Spanien und Grossbritannien schon vereinzelt angewendet.

Auch andere Titel scherzten

«Der Bund» spannte derweil das Berner Robert-Walser-Zentrum für seinen April-Scherz ein. Ein Angestellter habe kürzlich in einem Keller das Fahrrad entdeckt, das der Schweizer Schriftsteller Anfang 20. Jahrhundert benutzt habe. Nun sei klar, wie Walser die von ihm beschriebenen Wanderungen innert kürzester Zeit habe bewältigen können.

Das «Journal du Jura» präsentierte seinen Leserinnen und Lesern eine Alternative zum A5-Westast von Biel, gegen den sich in letzter Zeit in der Region viel Opposition gebildet hat: eine Hängebrücke nach dem Vorbild der Golden Gate Bridge bei San Francisco quer über die Bieler Bucht. Ein Neuenburger Architekturbüro sei vom Kanton Bern diskret beauftragt worden, einen Plan B zu entwickeln. Das sei das Resultat.

Von der kürzlich abgehaltenen Bundesratssitzung in Solothurn liess sich das dort ansässige Radio 32 inspirieren: Der Bundesrat sei vom anschliessenden «Bad in der Menge» so angetan gewesen, dass künftig jede Bundesratssitzung in der Ambassadorenstadt stattfinde.

Insel-Gruppe verkuppelt Angestellte

Auch zwei Medienstellen bernischer Unternehmen verbreiteten Unsinn: Die Insel-Spitalgruppe teilte mit, sie lanciere eine interne Dating-Plattform, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter näher zusammenzubringen. Noch seien innerhalb des Fusionsgebildes von Inselspital und Spital Netz Bern nicht alle Synergiepotenziale ausgeschöpft.

Die Inselgruppe verkündete die «News» per Twitter.

Und Berns städtische Verkehrsbetriebe Bernmobil meldeten, auf den Tramlinien 8 und 9 werde ab Mitte April ein neues Angebot getestet: Sitzplatzreservationen gegen Gebühr. «Wir sind gespannt auf Ihre Rückmeldungen!»

So präsentierte Bernmobil das vermeintliche neue Angebot.

mm/sda

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