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«An manchen Orten ist die Integration gescheitert»

Die Integration von lernschwachen Schülern im Kanton Bern sei an manchen Orten gescheitert, sagt Erika Reichenbach von Bildung Bern. Sie fordert einen Abbau des Betreuungsgürtels rund um die Schule und das Vieraugenprinzip in den Klassen.

Lehrerteams statt immer mehr Spezialisten. Ebendies fordert die Erika Reichenbach von Bildung Bern.
Lehrerteams statt immer mehr Spezialisten. Ebendies fordert die Erika Reichenbach von Bildung Bern.
Urs Baumann

Frau Reichenbach, weshalb gibt es immer mehr verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler?Erika Reichenbach: Einerseits ist die Gesellschaft dafür verantwortlich, andererseits die Schule. Im Gegensatz zu früher gibt es heute sehr viele Kinder, die in der Familie entweder zu wenig oder zu viel Zuwendung erhalten. Beides ist nicht gut. Solche Kinder würden mehr Kontinuität in Beziehungen benötigen. Und hier kommt die Schule ins Spiel. Unsere Strukturen sind so angelegt, dass das komplette Gegenteil von Kontinuität der Fall ist. Manche Kinder gehen am Morgen in die Krippe, anschliessend in die Schule, dann in die Tagesschule, von dort zurück in die Schule und später wieder in die Krippe. Das sorgt für enormen Stress bei den Kindern.

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