An den Bisherigen kommt SVP-Mann Rösti so nicht vorbei

Im Kanton Bern hat keiner der Ständeratskandidaten das absolute Mehr erreicht. BZ-Chefredaktor Peter Jost zur Ausgangslage vor dem zweiten Wahlgang.

Peter Jost@Peter_Jost

Nach dem ersten Wahlgang bleiben die beiden Ständeratssitze im Kanton Bern unbesetzt. Am Schluss lagen die beiden Bisherigen Werner Luginbühl (BDP) und Hans Stöckli (SP) knapp vor Albert Rösti (SVP).

Damit wird die geteilte Standesstimme voraussichtlich auch in Zukunft Bestand halten. Geschieht kein Wunder, werden die Bisherigen Luginbühl und Stöckli im zweiten Wahlgang vom 15. November die Wiederwahl schaffen.

Warum? Da hilft ein Blick zurück: 2011 lag nach dem ersten Wahlgang Adrian Amstutz (SVP) knapp vor Luginbühl und sogar rund 15‘000 Stimmen vor Stöckli. Doch der Vorsprung reichte bei weitem nicht. Während Amstutz im zweiten Wahlgang kaum zulegen konnte, überflügelten ihn Luginbühl und Stöckli mit den Stimmen, welche von Grünen-, FDP- und EVP-Wählern auf sie abfielen.

Auch diesmal ist dieses Szenario bei weitem das realistischste. Nur dann, wenn sich die bürgerlichen Kräfte einschliesslich der BDP auf ein Zweier-Ticket einigen könnten, bestünde eine kleine Chance, dass der bürgerlich dominierte Kanton Bern in Zukunft mit zwei bürgerlichen Ständeräten vertreten wird. Die SVP wird der BDP zweifellos entsprechende Avancen machen – doch diese wird, auch aus Eigeninteresse und aufgrund der negativen Erfahrungen aus den letzten kantonalen Wahlen, kaum darauf eingehen.

Mail: peter.jost@bernerzeitung.ch

Berner Zeitung

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