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«Am Anfang wurden wir belächelt»

Nach dem Super-GAU in Fukushima haben Franziska Herren und Walter Kummer ihre Mission gegen das AKW Mühleberg gestartet. Mit Erfolg: In 12 Tagen entscheiden die Stimmbürger über ihre Initiative «Mühleberg vom Netz».

Lebende Plakatständer: Walter Kummer und Franziska Herren setzen sich für eine Abschaltung des AKW Mühleberg ein.
Lebende Plakatständer: Walter Kummer und Franziska Herren setzen sich für eine Abschaltung des AKW Mühleberg ein.
Andreas Blatter

Die beiden AKW-Gegner stehen unter dem Baldachin beim Berner Bahnhof und halten den Passanten Plakate mit Anti-Mühleberg-Parolen vors Gesicht. «Wir sind lebende Plakatständer», sagt die 47-jährige Franziska Herren aus Wiedlisbach. Der 53-jährige Walter Kummer, der neben ihr steht, nickt.

Bald schon bleibt der erste Passant stehen, wohl ein Rentner. Er bellt die beiden an: «Wenn ihr euren Scheiss erfolgreich durchzieht, geht uns noch der Strom aus.» Der Rentner geht weiter, ohne eine Antwort abzuwarten. Als nächstes stoppt ein junger Mann mit Dächlikappe und Sonnenbrille. Er will die beiden mit seiner Unterschrift im Kampf gegen das AKW Mühleberg unterstützen. «Die Unterschriften sind längst beisammen», antwortet Franziska Herren. «Aber Sie können uns mit ihrem Ja an der Urne unterstützen.»

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