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Albert Rösti hat einen schweren Stand

Weil keiner der Berner Ständeratskandidaten das absolute Mehr erreichte, kommt es am 15. November zum zweiten Wahlgang. Dabei hätte SVP-Kandidat Albert Rösti einen schweren Stand – falls er überhaupt erneut antritt.

Der Berner SVP-Nationalrat Albert Rösti wird voraussichtlich als Nachfolger von Toni Brunner das SVP-Präsidium übernehmen.
Der Berner SVP-Nationalrat Albert Rösti wird voraussichtlich als Nachfolger von Toni Brunner das SVP-Präsidium übernehmen.
Keystone
Albert Rösti (SVP) wurde am Sonntag (18.10.15) souverän als Uetendorfer Gemeindepräsident wiedergewählt. Auf dem Bild macht er sich am Wahlsonntag auf den Weg ins Bundeshaus, denn...
Albert Rösti (SVP) wurde am Sonntag (18.10.15) souverän als Uetendorfer Gemeindepräsident wiedergewählt. Auf dem Bild macht er sich am Wahlsonntag auf den Weg ins Bundeshaus, denn...
Iris Andermatt
Aufgewachsen ist er in Kandersteg in einer Bergbauernfamilie, wo der Vater jeweils die Radionachrichten kommentierte.
Aufgewachsen ist er in Kandersteg in einer Bergbauernfamilie, wo der Vater jeweils die Radionachrichten kommentierte.
Andreas Blatter
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Einen Moment lang hoffte die Berner SVP, dass ihr Kandidat Albert Rösti den Sprung in den Ständerat im ersten Anlauf schaffen würde. Neun von zehn Wahlkreisen waren ausgezählt, Rösti lag vor den beiden Bisherigen Werner Luginbühl (BDP) und Hans Stöckli (SP).

Mit der Auszählung des Wahlkreises Bern-Mittelland wendete sich jedoch das Blatt: Im Endresultat erreichte Luginbühl 151069 Stimmen, Stöckli 144805, Rösti landete mit 136055 Stimmen auf dem dritten Platz – und machte damit ein schlechteres Resultat als Adrian Amstutz bei der Ständeratswahl 2011. Dies ist deshalb erstaunlich, weil Rösti inhaltlich zwar einer der SVP-Hardliner zürcherischer Prägung ist. Im Auftreten ist er jedoch weit konzilianter als Amstutz und deshalb in einer Personenwahl eher mehrheitsfähig.

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