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AKW Mühleberg: Solothurn will Aare verstärkt überwachen

Der Solothurner Regierungsrat will, dass nach der Stilllegung des AKW Mühleberg die Aare zusätzlich überwacht wird. Er unterstützt damit den Antrag des Kantons Bern.

Der Solothurner Regierungsrat will eine verstärkte Überwachung der Aare nach der Stilllegung des AKWs.
Der Solothurner Regierungsrat will eine verstärkte Überwachung der Aare nach der Stilllegung des AKWs.
Beat Mathys

Der Solothurner Regierungsrat steht hinter dem Konzept zur Stilllegung des AKW Mühleberg per Ende 2019. Für die Aare erwartet er wegen der Abschaltung des mit Flusswasser gekühlten Atomkraftwerks einen Nutzen. Trotzdem soll die Aare zunächst zusätzlich überwacht werden.

Die Wassertemperatur der Aare werde um wenige Zehntelgrade sinken, schreibt der Regierungsrat in der am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme an das Bundesamt für Energie (BFE). Das sei vor allem in den Sommermonaten für die meisten Fischpopulationen sehr willkommen.

Mit Blick auf die Sicherheit der Trinkwasserversorgungen entlang der Aare unterstützt Solothurn den Antrag des Kantons Bern nach zusätzlichen Überwachungen.

Zusätzliche Überwachung

Neben der bereits installierten Permanent-Überwachung der Radioaktivität in der Aare solle eine ergänzende Überwachung in ausgewählten Pumpwerken im Abstrom des AKW Mühleberg vorgenommen werden, heisst es in der Stellungnahme. Das solle so lange gemacht werden, bis sich im Jahr 2024 kein Kernbrennstoff mehr im Atomreaktor befinde.

Im Kanton Solothurn lägen verschiedene Wasserfassungen in der Nähe der Aare. Eine radioaktive Kontamination werde auch über längere Fliessstrecken nicht abgebaut, hält der Regierungsrat dazu fest.

Da die Aare nach dem AKW Mühleberg durch den Bielersee fliesse, bevor sie das Gebiet des Kantons Solothurn erreiche, würden emittierte Schadstoffe jedoch wie bisher im See grösstenteils sedimentiert und stark verdünnt.

SDA/ngg

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