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Abberufungsverfahren gegen Pfarrer: Entscheid fällt erst ab Herbst

Die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern wird die beiden Abberufungsverfahren gegen die umstrittenen Pfarrer André Urwyler (Köniz) und Marian Miklaszewski (Wabern) nicht vor dem Herbst entscheiden können.

Pfarrer André Urwyler wehrt sich gegen das Abberufungsverfahren, das der Kanton Bern gegen ihn angestrengt hat.
Pfarrer André Urwyler wehrt sich gegen das Abberufungsverfahren, das der Kanton Bern gegen ihn angestrengt hat.
Beat Mathys

Am 22. November 2010 hat der Kirchgemeinderat der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Köniz die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern (JGK) ersucht, Pfarrer André Urwyler abzuberufen. Das entsprechende Verfahren befinde sich nach wie vor in der Phase der Sachverhaltsermittlung, teilte die Direktion am Montag mit. Im Rahmen des Abberufungsverfahrens hat die JGK am 26. November 2010 die vorläufige Einstellung von Pfarrer Urwyler im Amt angeordnet und diesen Entscheid am 8. Februar 2011 bestätigt.

Beschwerden beim Verwaltungsgericht

Dagegen hat Pfarrer Urwyler beim Verwaltungsgericht Beschwerde eingereicht. Das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ist noch hängig. Zur Diskussion steht darin unter anderem die Rolle der Kirchenkreiskommission, welche auch im Hauptverfahren vor der JGK strittig ist.

Ebenfalls noch nicht abgeschlossen ist die Instruktion des Abberufungsverfahrens gegen Pfarrer Marian Miklaszewski. Dieses Verfahren wurde durch einen Antrag des Kirchgemeinderates der römisch-katholischen Kirchgemeinde Bern-St. Michael, Wabern, vom 18. April 2011 ausgelöst. Auch in diesem Fall hat sich die JGK mit Verfügung vom 10. Mai 2011 für eine vorläufige Einstellung des Priesters im Amt entschieden.

Pfarrer Miklaszewski hat sich beim Verwaltungsgericht ebenfalls gegen diesen Entscheid beschwert.

«Aus Verfahrensgründen» könne die Kirchendirektion deshalb erst ab Herbst einen Entscheid fällen, sagte der zuständige Regierungsrat Christoph Neuhaus (SVP) auf Anfrage. Beide Pfarrer bleiben vorläufig in ihrem Amt eingestellt.

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