SVP-Grossräte erneut am wirtschaftsfreundlichsten

Die Grossrätinnen und Grossräte der SVP haben im bernischen Grossen Rat auch in diesem Jahr am häufigsten im Sinn der Wirtschaft abgestimmt. Das ist das Ergebnis des Ratings des bernischen Handels- und Industrievereins (HIV).

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Auch in diesem Jahr haben die Grossräte der SVP am häufigsten im Sinn der Wirtschaft abgestimmt. Das ist das Ergebnis des zehnten Grossratsratings des bernischen Handels- und Industrievereins (HIV).

An zweiter Stelle der 10. HIV-Grossratsbewertung platzierte sich in diesem Jahr die FDP, an dritter die EDU und an vierter die BDP. Als «wirtschaftsfeindlich» bezeichnet der Handels- und Industrieverein die SP, die Grünen, die PSA, die EVP und die GLP. Die SP hat die Grünen als Schlusslicht abgelöst, wie der HIV am Dienstag mitteilte.

Überdurchschnittliche Anwesenheitsquote

Im Vorjahr lag die EDU noch vor der FDP und die EVP bezeichnete der HIV damals noch als «indifferent», also als weder wirtschaftsfreundlich noch -feindlich. Dass die SVP wie schon im Vorjahr am besten abschnitt, geht auch auf die überdurchschnittliche Anwesenheitsquote ihrer Fraktionsmitglieder zurück.

Der HIV erstellt auch eine Liste der wirtschaftsfreundlichsten Grossrätinnen und Grössräte. An der Spitze stehen mit dem Maximum von 34 Punkten die SVP-Grossräte Thomas Fuchs (Bern), Lars Guggisberg (Kirchlindach) und Ueli Jost (Thun) sowie FDP-Grossrat Adrian Haas (Bern). Das Schlusslicht trägt der Berner SP-Grossrat Andreas Hofmann.

17 Geschäfte ausgewertet

Für das Grossratsrating wertete der HIV die Abstimmungen zu 17 Geschäften wirtschaftspolitischer Bedeutung aus. Sie fanden zwischen März 2013 und Januar 2014 im Grossen Rat statt. Mit Haas und Guggisberg zeichnet der HIV sozusagen Eigengewächse aus. Haas ist Direktor des kantonalen HIV, Guggisberg juristischer Sekretär.

Über sämtliche zehn Ratings hinweg gesehen stehen FDP und SVP fast gleichauf an der Spitze.

Ansporn geben, Transparenz herstellen

Mit dem Grossratsrating will der HIV den Parlamentariern einerseits einen Ansporn geben, sich wirtschaftsfreundlich zu verhalten. Anderseits stelle die Rangliste Transparenz für den HIV selber und für die Wählerinnen und Wähler her, schreibt der Verband in der Mitteilung vom Dienstag.

Er sei sich bewusst, dass nicht nur das Abstimmungsverhalten und die Präsenz bei wichtigen Geschäften einen guten Wirtschaftspolitiker ausmachten, heisst es dort weiter. Gute Kenntnisse der wirtschaftlichen Zusammenhänge, Mitarbeit in den Kommissionen und anderes seien ebenfalls wichtige Faktoren. Diese liessen sich jedoch kaum messen.

js/sda

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