Pulver muss nachbessern

In der Märzsession hätte sich der Grosse Rat mit der Standortfrage der Berner Fachhochschule befassen sollen. Nun hat die vorberatende Kommission das Traktandum vertagt: Erziehungsdirektor Bernhard Pulver muss nachbessern.

Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne).

Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne). Bild: Iris Andermatt

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Gestern verschwand das Traktandum «Berner Fachhochschule Standortkonzentration; Standortanalyse Bern und Burgdorf. Bericht des Regierungsrats an den Grossen Rat» von der Traktandenliste der Märzsession. Der Grund ist ein Entscheid der Bildungskommission.

Diese fordert Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne) zum Nachbessern auf. «Wir sind der Meinung, dass das Geschäft noch nicht beschlussreif ist», sagt Kommissionsvizepräsidentin Corinne Schmidhauser (FDP, Interlaken). Konkret bemängelt die Kommission, dass die Auslegeordnung der verschiedenen Varianten nicht vollständig sei und eine weitere geprüft werden sollte.

Welche, ist offen. Klar ist, dass das Kantonsparlament einen Entscheid zugunsten einer der vorliegenden vier Standortvarianten hätte absegnen sollen. Die von der Begleitgruppe und vom Regierungsrat favorisierte Variante sieht vor, dass das Departement Wirtschaft, Gesundheit und soziale Arbeit (WGS) der Fachhochschule in der Stadt Bern bleibt und Burgdorf im Gegenzug die «Lädere» erhält.

Zudem soll dort ein neues Bildungs- und Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien entstehen. Neben dieser Variante hat der Kanton noch drei weitere zur Debatte gestellt: je ein BFH-Standort in Burgdorf und Bern, ein BFH-Campus nur in Bern oder der Status quo (wir berichteten).

Wirtschaft nach Burgdorf?

Möglicherweise handelt es sich bei der zusätzlich geforderten Variante um eine Idee von SVP-Grossrätin Sabina Geissbühler (Herrenschwanden). Sie äusserte Ende Januar den Vorschlag, das WGS-Departement aufzuspalten.

Bern könnte dann die Fachrichtungen Gesundheit und soziale Arbeit und Burgdorf Wirtschaft erhalten. Schmidhauser wollte dies nicht bestätigen, da sie zum jetzigen Zeitpunkt keine Polemik im Grossen Rat lostreten wolle. Bernhard Pulver war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar. (Berner Zeitung)

Erstellt: 02.03.2016, 06:22 Uhr

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