Neues Berner Kirchengesetz gefällt dem Kirchenparlament

Der Kanton Bern kann sich auf eine positive Stellungnahme der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn zum neuen Landeskirchengesetz gefasst machen.

Die evangelisch-reformierte, die römisch-katholische und die christkatholische Kirche sollen im Kanton Bern stärker vom Staat getrennt werden.

Die evangelisch-reformierte, die römisch-katholische und die christkatholische Kirche sollen im Kanton Bern stärker vom Staat getrennt werden.

(Bild: Keystone)

Das Kirchenparlament findet den Gesetzesentwurf zum neuen Landeskirchengesetz, der sich zurzeit in der Vernehmlassung befindet, grundsätzlich gut. Positiv sei etwa, dass der Kanton Bern im Entwurf die gesamtgesellschaftlichen Leistungen der Landeskirchen würdige, heisst es in einer Mitteilung der Kirchenkanzlei vom Mittwoch. Gut sei auch, dass der Kanton Bern für die Pfarrerinnen und Pfarrer weiterhin gesetzlich eine akademische Ausbildung fordere.

In der Frage, ob die Reformierte Kirche mit den Pfarrern einen Gesamtarbeitsvertrag abschliessen soll, bevorzugte die Synode den Hauptantrag der Kantonsregierung: Die Kirche soll das Anstellungsverhältnis der Geistlichen einfach nach landeskirchlichem Recht regeln. Synode: So nennt sich das Kirchenparlament.

Mitte September hatte der Kanton Bern das neue Landeskirchengesetz vorgestellt und in die Vernehmlassung geschickt. Namentlich sollen die Landeskirchen künftig ihre Geistlichen selber anstellen und entlöhnen. Das Geld dafür kommt aber weiterhin vom Kanton, der die Kirchen vorderhand im gleichen Umfang wie bisher unterstützt.

Allerdings wird ein neues Finanzierungssystem eingeführt - mit einem Sockelbeitrag von jährlich 43,24 Millionen Franken und einem Beitrag eben für die Leistungen der Kirche im gesamtgesellschaftlichen Interesse.

Geld für Asyl-Seelsorgedienst

Während seiner zweitägigen Beratungen im Berner Rathaus beschloss die 200-köpfige Synode auch, den ökumenischen Seelsorgedienst für Asylsuchende im Empfangs- und Verfahrenszentrum Bern mit jährlich 180'000 Franken zu unterstützen. Im September hatte das dreiköpfige Seelsorge-Team im ehemaligen Zieglerspital die Arbeit aufgenommen.

Auch die Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not wird finanziell unterstützt, dazu das Programm EAPPI HEKS, Peace Watch Palästina, des Ökumenischen Rats der Kirchen. Geld fliesst auch in ein Programm zur Förderung von Solaranlagen auf kirchlichen Gebäuden.

mib/sda

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