Pornolehrer blitzt vor Gericht ab - auch ohne Straftaten

Roggwil/Hindelbank

Ein Lehrer musste fristlos gehen, obwohl er sich strafrechtlich nichts hat zuschulden kommen lassen. Der Kanton entzog ihm das Lehrpatent. Zu Recht, entschied jetzt das Verwaltungsgericht. Entscheidend seien seine Ansichten zur Sexualität sowie die Art und Weise, wie er diese propagiert habe.

An der Sekundarschule Roggwil wurde dem umstrittenen Lehrer 2009 fristlos gekündigt.

(Bild: Thomas Peter)

Die bernische Erziehungsdirektion hat dem Beschwerde führenden Lehrer das Lehrpatent zu Recht entzogen. Das entschied das Verwaltungsgericht als letzte kantonale Instanz. In Roggwil und Hindelbank waren die Schulbehörden völlig ahnungslos, bis sie mit den Internetseiten ihres Lehrers konfrontiert wurden: In seiner Freizeit suchte er 18-jährige Frauen für Spermapartys mit mehreren zahlenden Männern, organisierte Gang Bangs, wollte Afrikanerinnen als Liebesdienerinnen «importieren», veranstaltete Workshops in der Sauna und bot sich als Vater von Mädchen alleinerziehender Frauen an. Oft bewegte sich der Lehrer an der Grenze zur Begünstigung von Prostitution. Aber er wurde nie verurteilt. Übergriffe auf Schüler sind keine bekannt.

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