Kanton Bern strebt Fracking-Verbot an

Die Berner Kantonsregierung will die umstrittene Fracking-Methode zur Förderung von Erdgas nicht zulassen. Ein gesetzliches Verbot hält sie allerdings nicht für dringlich.

Solche Fracking-Bohrtürme möchte die Regierung im Kanton Bern nicht sehen.<p class='credit'>(Bild: Keystone)</p>

Solche Fracking-Bohrtürme möchte die Regierung im Kanton Bern nicht sehen.

(Bild: Keystone)

Die Berner Kantonsregierung will die umstrittene Fracking-Methode zur Förderung von Erdgas nicht zulassen. Ein gesetzliches Verbot hält sie allerdings nicht für dringlich, da das geltende Recht bereits sehr hohe Anforderungen stelle.

Allfällige Fracking-Projekte könnten diese Anforderungen heute praktisch nicht erfüllen, schreibt der Regierungsrat in seiner Antwort am Montag publizierten Antwort auf einen Vorstoss der Grünen, der EVP und der SP.

Als umweltschädlich kritisiert

Die Regierung teile indessen die grundsätzlichen Bedenken der Motionäre. Bei der nächsten Revision will der Regierungsrat deshalb ein Fracking-Verbot ins Bergregalgesetz aufnehmen. Das letzte Wort in der Sache hat das Berner Kantonsparlament.

Fracking ist eine Methode zur Förderung von Erdgas und Erdöl in tieferen und dichteren Gesteinsschichten. Dabei werden Chemikalien, Quarzsand und Wasser in den Boden gepumpt, um die Bodenschätze an die Oberfläche zu transportieren. Die Methode hat vor allem in den USA in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Fracking wird als umweltschädlich kritisiert.

js/sda

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