Gemeindewahlen mit und ohne Überraschungen

Kanton Bern

In verschiedenen Gemeinden fanden am Sonntag vorgezogene Gemeindewahlen statt. In Kehrsatz gab es keine Überraschungen. In Aarberg, Mühleberg, Neuenegg und Ferenbalm bildet die SVP neu - oder wie bisher - die Mehrheit.

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(Bild: Keystone)

Johannes Reichen
Hans Ulrich Schaad

Die Gemeindewahlen von Kehrsatz stellen alle zufrieden. Die Parteien erreichten ihre Ziele, Verschiebungen gibt es keine, Überraschungen blieben aus. Die Sitzverteilung im Gemeinderat lautet: 2 FDP, 2 SP/Grüne, 1 SVP. Vier Frauen und ein Mann gehören dem neuen Gemeinderat an.

Umstritten war einzig, wer sich auf der SVP-Liste an die Spitze setzt. Die bisherige Katharina Fasnacht machte mit einem Vorsprung von zehn Stimmen das Rennen vor dem jungen Parteipräsident Stefan Stuck. Die beiden Linksparteien traten erstmals mit einer gemeinsamen Liste an – und holten gleich am meisten Stimmen.

Die Freisinnigen werden dafür das Gemeindepräsidium behalten. Neben Katharina Annen hat niemand Interesse für das frei werdende Amt signalisiert. «Ich würde es gerne übernehmen», sagte Annen. Sie dürfte still gewählt werden.

Rechtsrutsch in Aarberg

In den nächsten vier Jahren ist die Aarberger Politik fest in der Hand der SVP. Ihr Kandidat Fritz Affolter wurde bereits im ersten Wahlgang zum Gemeindepräsidenten gewählt, seine zwei Gegenkandidaten Samuel Gauler (SP) und Walter Giezendanner (FDP) erhielten deutlich weniger Stimmen.

Einen grossen Sieg erreichte die SVP auch im Gemeinderat. Gleich vier Sitze (bisher 3) gehen an die Volkspartei, womit sie in der kommenden Legislatur die Mehrheit im Rat besitzt. SP und FDP dagegen verlieren je einen Sitz.

SVP verteidigt ihre Mehrheit in Mühleberg, Neuenegg und Ferenbalm

Die BDP holte bei den Gemeinderatswahlen in Mühleberg auf Anhieb einen Sitz. Dieser geht auf Kosten der SP, die nur noch mit einem Mitglied im Gemeinderat vertreten ist. Die SVP verteidigte ihre Mehrheit. Den vierten Sitz holte sie sich über ein Restmandat dank der Listenverbindung mit der FDP. Neuer Gemeindepräsident wird René Maire. Der SVP-Mann hatte das beste Ergebnis und kann damit in stiller Wahl zum Gemeindepräsidenten gewählt werden. Maire war der einzige Kandidat.

In Neuenegg verteidigte die SVP bei den Wahlen die Mehrheit im Gemeinderat. Sie konnte ihren Wähleranteil leicht erhöhen und holte vier Sitze. Die BDP holte auf Anhieb einen Sitz, auf Kosten der SP, die nur noch einen Vertreter im Gemeinderat hat. Die SP und die FDP verloren je rund 10 Prozent Wähleranteil. Für die FDP reichte es nur noch für ein Restmandat. Entschieden ist das Rennen ums Gemeindepräsidium. Renö Wanner (SVP) bleibt im Amt. Die anderen Parteien werden ihn nicht angreifen.

Bei den Gemeinderatswahlen in Ferenbalm holte sich die SP einen zweiten Sitz. Stärkste Partei bleibt die SVP mit vier Sitzen, obwohl sie einen Sitz einbüsste. Erst am 25. November wird der Gemeindepräsident Gewählt. Beat Schweizer (FDP) stellt sich wieder zur Verfügung. Ob es zu einer stillen Wahl kommt, hängt von der SP ab. Barbara Wiedmer überlegt sich eine Kandidatur.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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