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«Es wäre ein wenig so, wie wenn mein Mann arbeitslos würde»

Es ist der grösste Pilotversuch im Kanton: Rund 700 behinderte Personen testen seit mehreren Jahren ein neues Finanzierungsmodell. Jetzt will der Kanton aber die Kosten senken. Für die Betroffenen könnte das einschneidende Folgen haben.

Seit drei Jahren im Pilotprojekt: Oliana Ly ist wegen ihrer Behinderung auf Unterstützung durch ihren Mann Daniel angewiesen.

Seit drei Jahren im Pilotprojekt: Oliana Ly ist wegen ihrer Behinderung auf Unterstützung durch ihren Mann Daniel angewiesen.

(Bild: Nicole Philipp)

Marius Aschwanden

In der Nacht beginnt das Kopfkino. Was, wenn der Kanton plötzlich nichts mehr bezahlt? Wie stark müssten wir dann unseren Lebensstandard anpassen? Und was hiesse das für die Privatschule, in die unser Sohn geht?

Solche Fragen plagen Oliana Ly (45) immer wieder. Sie lebt mit ihrem Mann Daniel und den beiden Kindern (5 und 7) in Thun – und ist auf Betreuung angewiesen. Die Mutter hört nichts und leidet unter einer Bewegungsstörung. Deshalb wird sie vom Kanton mit monatlich maximal 2500 Franken unterstützt. Ein Drittel davon bezahlt sie ihrem ebenfalls gehörlosen Mann Daniel (49), der sie zu Hause betreut.

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