Schwarzenburg

Das erste Schloss ist verkauft

SchwarzenburgDer Kanton hat die erste von zwölf historischen Liegenschaften verkauft: Eine Stiftung übernimmt das Schloss Schwarzenburg.

Das Schloss Schwarzenburg gehört nicht mehr dem Kanton. Eine Stiftung hat die alten Gemäuer gekauft.

Christian Liechti

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Schlösser gibt es nur selten zu kaufen. Doch der Kanton Bern will diese wegen der Verwaltungsreform nun gleich reihenweise loswerden. Die Reformen greifen bereits ab Neujahr. Wie gestern bekannt wurde, hat der Kanton das Schloss Schwarzenburg verkauft. Neue Besitzerin ist die Stiftung Schloss Schwarzenburg. Über den Verkauf und über die künftige Nutzung informiert der Regierungsrat am kommenden Montag.

Für Kunst und Kultur

Die neue Besitzerin ist keine Unbekannte. Ende Februar hat die Stiftung ihre Kaufofferte beim Kanton Bern eingereicht. Die Richtofferte sah eine gemischte Nutzung des Schlosses vor. Geplant war, dass die oberen Stockwerke als Büros, Sitzungszimmer und als Aufenthaltsräume für das benachbarte Pflegezentrum Schwarzenburg und für die Gemeindeverwaltung genutzt werden. Parterre, Schlosskeller, Schlosshof und Nebengebäude sollen mit öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerten oder Kunstausstellungen belebt werden. Im Schlosshof sahen die Initianten ein kleines Bistrot vor. Wie viel die Stiftung bezahlt hat, ist noch unklar. Im Frühling kam die IG Schloss Schwarzenburg zu einem unerwarteten Geldsegen: Ein Privater wollte eine Million Franken stiften, um den Betrieb als halböffentliche Einrichtung sicherzustellen.

Das Schloss Schwarzenburg ist eine von zwölf historischen Liegenschaften, die der Kanton nicht mehr benötigt. Das Echo war gross: 50 potenzielle Käufer interessierten sich für die Schlösser. Zum Verkauf standen die Schlösser Aarwangen, Belp, Schlosswil, Schwarzenburg und Blankenburg, die Amtshäuser Aarwangen, Erlach, Meiringen und Wimmis sowie drei Liegenschaften in Belp, Schlosswil und in La Neuveville.

Kanton hilft mit

Die Schlösser Büren an der Aare, Burgdorf, Laupen und Trachselwald stehen nicht mehr zum Verkauf. Kanton und Standortgemeinden eruieren, wie die Liegenschaften künftig genutzt werden könnten. Der Kanton unterstützt die Gemeinden bei der Ideensuche mit je 30000 Franken. (Berner Zeitung)

Erstellt: 10.12.2009, 09:27 Uhr

Abo

Immer die Region zuerst. Im Digital-Abo.

Die BZ Berner Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 29.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Blogs

Spielen Patent Ochnser am Gurtenfestival 2019?

Michèle & Friends Wie hiess das früher? Der Ü-40-Gedächtnistest

Service

Auf die Lesezeichenleiste

Hier lesen Sie unsere Blogs.

Die Welt in Bildern

Unter Pausbacken: Eine Verkäuferin bietet an ihrem Stand im spanischen Sevilla Puppen feil. (13. November 2018)
(Bild: Marcelo del Pozo ) Mehr...