Damit der Heimatort nach der Fusion nicht verloren geht

Nofler wurden zu Kirchdorfern, Münchringer zu Jegenstorfern, Hermiswiler zu Seebergern: Wer den Namen seines Heimatortes nach einer Gemeindefusion behalten will, sollte sich sputen.

Aus Gelterfingen, Kirchdorf, Mühledorf und Noflen wurde einfach nur Kirchdorf: Die Fusion wurde Anfang Jahr gefeiert.

(Bild: Susanne Keller)

Wer in den letzten Jahren durch eine Gemeindefusion den Namen seines Heimatorts verloren hat, kann noch bis Ende Jahr ein Gesuch einreichen, um den alten Namen in offiziellen Dokumenten anzufügen. Im laufenden Jahr haben gut 250 Personen bereits ein Gesuch gestellt. Ein Antragsformular ist bei den betroffenen Gemeinden erhältlich oder online auf der Internetseite der bernischen Polizei- und Militärdirektion, wie diese am Freitag mitteilte.

Bei Gemeindezusammenschlüssen spielen oft nicht nur harte Fakten eine Rolle, sondern auch emotionale Aspekte. Viele Bürgerinnen und Bürger fühlen sich ihrer Heimatgemeinde verbunden und empfinden es als Verlust, wenn dieser bei einer Gemeindefusion verloren geht.

Ein Beispiel ist der Anfang 2018 in Kraft getretene Zusammenschluss der Gemeinden Gelterfingen, Kirchdorf, Mühledorf und Noflen zur Gemeinde Kirchdorf. Auf Antrag kann nun auf amtlichen Dokumenten der alte Name in Klammern angefügt werden, also zum Beispiel Kirchdorf (Gelterfingen).

Der Antrag muss jeweils innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten des Gemeindezusammenschlusses gestellt werden. Im Jahr 2018 können zudem auch Bürgerinnen und Bürger ein Gesuch einreichten, deren Gemeinde im Zeitraum von Anfang 2014 bis Ende 2017 fusionierte.

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