Blancho ist blank und verschwunden

Der Präsident des Islamischen Zentralrates Schweiz (IZRS) Nicolas Blancho ist verschuldet – und verschwunden.

Nicolas Blancho (links) und Qaasim Illi haben kein Geld für Krankenkasse und Steuern.

Nicolas Blancho (links) und Qaasim Illi haben kein Geld für Krankenkasse und Steuern.

(Bild: Keystone)

Nicolas Blancho, der Präsident des Islamischen Zentralrates Schweiz (IZRS), ist offenbar pleite: Aus einer Meldung im aktuellen Amtsblatt des Kantons geht hervor, dass er der Krankenkasse Sanitas mittlerweile fast 9000 Franken schuldet. Publiziert wurde die Meldung, da den Behörden offenbar nicht bekannt ist, wo sich Blancho aufhält.

Auf Anfrage verlautet IZRS-Sprecher Qaasim Illi, zum Aufenthaltsort Blanchos mache der IZRS «aus Sicherheits- und Persönlichkeitsschutzgründen» keine Angaben.

Auch Illi selber ist nicht auf Rosen gebettet, er könne sich die Krankenkassenprämien ebensowenig leisten wie Blancho, tat der Konvertit bereits im September im «Blick» kund. Steuern hätten er und Blancho wegen ihrer tiefen Einkommen noch keine bezahlt.

Übersetzer und Informatiker

Blancho verdiene sich seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs als Übersetzer, er selber arbeite in einem 20-Prozent-Pensum als Informatiker, gab Illi damals weiter preis. Mehr gegen Lohn zu arbeiten sei für beide schwierig, sie seien zu stark in den Verein eingebunden.

Ihre private finanzielle Situation sei aber nicht repräsentativ für jene des IZRS, betonte Qaasim Illi: Der Verein bezahle seine Steuern regulär.

Der Vereinsspitze droht aber von anderer Seite Ungemach: Nicolas Blancho, Qaasim Illi und IZRS-Kulturchef Naim Cherni sind wegen mutmasslicher Terrorpropaganda angeklagt.

nik

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