Regierung will an Verteilsystem festhalten

Der Berner Regierungsrat möchte kein neues System für die Verteilung der Grossratssitze.

Die EVP würde das Wahlsystem im Kanton Bern ändern. Der Regierungsrat lehnt diese Idee ab. (Symbolbild)

Die EVP würde das Wahlsystem im Kanton Bern ändern. Der Regierungsrat lehnt diese Idee ab. (Symbolbild) Bild: Keystone

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Ein Systemwechsel würde in der Tendenz kleineren Parteien helfen. Es ist deshalb nachvollziehbar, dass die EVP zum zweiten Mal nach 2008 per Vorstoss einen Wechsel des Vorgehens bei der Verteilung der Grossratssitze verlangt.

Heute kennt der Kanton Bern das System «Hagenbach-Bischoff»: Die Mandate werden in den einzelnen Wahlkreisen verteilt, Kleinstparteien haben kaum eine Chance.

Beim System «Doppelter Pukelsheim» hingegen, das die EVP vorschlägt, würde der Sitzanspruch vom kantonsweiten Ergebnis abgeleitet. So sei eine «möglichst gerechte» Sitzverteilung garantiert und der Wählerwillen werde genauer abgebildet, so die EVP.

Der Regierungsrat anerkennt Vorteile des «Pukelsheim» – aber insgesamt mehr Nachteile. So würde der wahlkreisinterne Jura-Proporz noch stärker verzerrt. Zudem sei der «Pukelsheim» schwieriger nachzuvollziehen. Deshalb wolle man am System festhalten, das «fest verankert und breit akzeptiert» sei. (Berner Zeitung)

Erstellt: 02.12.2014, 08:09 Uhr

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