Amt für Migration schränkt Zugang zu Asylzentren ein

Vertreter von Hilfsorganisationen und Medienschaffende dürfen seit Kurzem im Kanton Bern nur noch mit vorgängiger Ermächtigung der Behörden ein Asylzentrum betreten. Das hat das kantonale Amt für Migration und Personenstand (MIP) entschieden.

Das Asylzentrum Bäregg in Bärau.

Das Asylzentrum Bäregg in Bärau. Bild: Thomas Peter

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Zum Schutz der Privatsphäre der Asylsuchenden, zum Schutz der Anwohner und im Interesse der Sicherheit in und um die Asylzentren seien im vergangenen Sommer Zutrittsregeln erlassen worden. Das sagte MIP-Leiter Markus Aeschlimann am Freitag auf Anfrage und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung «Der Bund».

Privatpersonen, die mit Asylsuchenden befreundet oder verwandt sind, haben während gewisser Öffnungszeiten Zugang. Sie müssen sich aber ausweisen und offenlegen, wen sie besuchen wollen. Die Treffen dürfen lediglich in den Gemeinschaftsräumen stattfinden.

Gleiche Regeln wie andere Kantone

Alle Besucher werden auf einer Liste erfasst. Einen Monat nach Erstellung haben die Organisationen, welche die Zentren führen, diese Listen zu vernichten.

MIP-Leiter Markus Aeschlimann sagte, der Kanton Bern habe sich damit die gleichen Regeln gegeben wie andere Kantone. Michael Glauser, Sprecher des Bundesamts für Migration, sagte auf Anfrage, auch Asylunterkünfte des Bundes seien grundsätzlich nicht öffentlich zugänglich.

Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement hat das in einer Verordnung so festgehalten.

Im Kanton Bern dürfen sich im Übrigen die vier Organisationen, die im Auftrag des Kantons Bern ein Asylzentrum führen, nur noch nach Rücksprache mit dem MIP in der Öffentlichkeit äussern. Der Grund dafür seien die vielen Medienanfragen, sagte Aeschlimann. Es gehe um die Koordination der Kommunikation. (mas/sda)

Erstellt: 11.01.2013, 15:23 Uhr

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