Alle 3100 Fussgängerstreifen auf Kantonsstrassen sind überprüft

Bei der Überprüfung sämtlicher Fussgängerstreifen auf Berner Kantonsstrassen ist die erste Phase abgeschlossen: Fachleute haben alle 3100 Streifen anhand einer Checkliste auf ihre Sicherheit hin untersucht.

Der Kanton hat alle 3100 Zebrastreifen im Kanton Bern auf Sicherheit überprüft. Nun wertet das kantonale Tiefbauamt die Informationen aus.

Der Kanton hat alle 3100 Zebrastreifen im Kanton Bern auf Sicherheit überprüft. Nun wertet das kantonale Tiefbauamt die Informationen aus.

(Bild: Walter Bieri)

Bei der Überprüfung sämtlicher Fussgängerstreifen auf Berner Kantonsstrassen ist die erste Phase abgeschlossen: Fachleute haben alle 3100 Streifen anhand einer Checkliste auf ihre Sicherheit hin untersucht.

Die Experten beim Kanton Bern werden nun die Informationen bündeln und die Sanierung von unsicheren Fussgängerstreifen nach einer Prioritätenliste anpacken, wie die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion am Dienstag mitteilte. In jedem Einzelfall wird festgelegt, was wo passiert.

Die Fachleute demonstrierten den Medien am Dienstag auf der Münchenbuchser Oberdorfstrasse ihr Vorgehen. Gemäss den Unterlagen des Kantons halten sie vor allem die Sicht sowohl für Fahrzeuglenker als auch für Fussgänger bei den Zebrastreifen für sicherheitstechnisch wichtig. Auch die Beleuchtung muss stimmen.

Die gesammelten Informationen werden nun auch in eine Geodatenbank aufgenommen.

Reaktion auf Häufung schwerer Unfälle

Die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Barbara Egger- Jenzer ordnete die Überprüfung aller Fussgängerstreifen auf Kantonstrassen Ende Januar dieses Jahres an. Sie tat dies, nachdem sich Ende 2011 im Kanton Bern und auch in anderen Teilen der Schweiz mehrere schwere Unfälle auf Fussgängerstreifen ereignet hatten.

Egger setzte mit der Überprüfung auch einen Auftrag des bernischen Grossen Rats um. Im Juni dieses Jahres überwies dieser eine Motion mit der Forderung, sämtliche Fussgängerstreifen auf Kantonsstrassen systematisch überprüfen zu lassen.

Egger sagte am Dienstag in Münchenbuchsee laut Redetext, die Sicherheit an Fussgängerstreifen hänge letztlich auch von der Aufmerksamkeit und dem Verantwortungsbewusstsein der Lenker ab. Bauliche Massnahmen seien nicht alles. Es sei deshalb wichtig, dass die Kantonspolizei ihre präventive Arbeit fortsetze und weiterhin kontrolliere.

Die Regierungsrätin sagte auch, es sei in den letzten Jahren viel über neue Perlen in den Belägen der Fussgängerstreifen gesprochen worden. Das kantonale Tiefbauamt sei mit seinen Markierungen «schon lange auf dem aktuellen Stand der Technik». Auf der Zebrastreifen des Kantons kämen seit vier Jahren solche Perlen zum Einsatz.

Laut Egger gibt es auf den Kantonsstrassen keine Fussgängerstreifen, auf denen es zu besonders vielen Unfällen kommt (»Unfallschwerpunkte»).

2011 war statistischer Ausreisser

In der Tendenz geht die Anzahl tödlicher Unfälle auf Fussgängerstreifen im Kanton Bern zurück: Noch drei Personen sterben im Durchschnitt pro Jahr. Früher waren es sieben. Im vergangenen Jahr starben aber auf Fussgängerstreifen im Kanton Bern überdurchschnittlich viele Menschen.

Überhaupt war 2011 in Sachen Verkehrssicherheit im Kanton Bern kein guter Jahrgang: 62 Personen verunglückten tödlich auf den Strassen, 25 mehr als im Jahr zuvor. Die Kantonspolizei meldete allerdings Mitte 2012 wieder einen deutlichen Rückgang.

toc/sda

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