Die Polizei erhält gute Noten
Fast 90 Prozent der Bevölkerung im Kanton Bern beurteilen die Arbeit der Polizei als «ziemlich gut bis sehr gut». Die Präsenz der Polizei bewerteten zwei Drittel der 500 Befragten als genügend. Das ist ein besserer Wert als gesamtschweizerisch.

500 zufällig ausgewählte Personen wurden zwischen Mai und September 2015 im Kanton Bern zu ihren Erfahrungen mit den Themen Sicherheit und Kriminalität befragt. National wurde die Studie im Auftrag der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten (KKPKS) mit 2000 Personen durchgeführt.
Im Kanton Bern beurteilen 88,7 Prozent der Bevölkerung die Arbeit der Kantonspolizei als «ziemlich gut bis sehr gut», wie aus den am Montag veröffentlichten Ergebnissen hervorgeht. Der Anteil der positiven Bewertungen habe im Kanton Bern stärker zugenommen als in der übrigen Schweiz, fasst die Kantonspolizei in einer Medienmitteilung zusammen. Dennoch hat die Kapo ihr nach der letzten Befragung im Jahr 2011 gesetztes Ziel «knapp nicht erreicht». Sie wollte die Zufriedenheit der Berner Bevölkerung mit der Arbeit der Polizei über den schweizerischen Schnitt heben.
Präsenz wird als genügend bewertet
Die Bernerinnen und Berner sind dafür bei gewissen Details zufriedener mit der Arbeit der Polizei, als dies gesamtschweizerisch der Fall ist. So wird im Kanton Bern die Präsenz der Polizei von fast zwei Dritteln als genügend eingestuft. «Dies zeigt, dass die Schwerpunkte zur Verstärkung der Präsenz gewirkt haben», hält das Kommando der Kapo in seiner Mitteilung fest. In den vergangenen Jahren wurden die Öffnungszeiten der Polizeiwachen reduziert, damit die Beamten vermehrt draussen unterwegs sein konnten.
Bevölkerung fühlt sich sicherer als 2011
Generell hat die Befragung ergeben, dass sich die Schweizer Bevölkerung sicherer fühlt als vor fünf Jahren. Auch weil die Kriminalitätsrate erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg generell gesunken ist. Nach einer Abnahme der Kriminalfälle in den USA und in Grossbritannien habe der positive Trend nun auch die Schweiz erreicht, sagte Kriminologe Martin Killias am Montag vor den Medien in Bern. Sein Team hat die Schweizerische Sicherheitsbefragung durchgeführt.
Gemäss der Befragung fühlen sich mehr als acht von zehn Personen in der Schweiz sicher. Dieses Ergebnis sei zwar erfreulich, sagte KKPKS-Präsident Stefan Blättler, der auch Kommandant der Berner Kapo ist. Ganz zufrieden ist Blättler dennoch nicht: «Es muss Aufgabe der Polizei sein, dass sich alle in der Schweiz sicher fühlen.»
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