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7500 Unterschriften für die Psychiatrie

Etwa 100 Personen demonstrierten am Montag vor dem Berner Rathaus für ausreichend Mittel in der kantonalen Psychiatrie. Zudem überreichten sie Grossratspräsident Marc Jost eine Petition.

mb
Zum Auftakt der Novembersession wurden die Berner Grossräte vor dem Rathaus von Demonstrierenden empfangen.
Zum Auftakt der Novembersession wurden die Berner Grossräte vor dem Rathaus von Demonstrierenden empfangen.
Andreas Blatter
Sie engagieren sich dafür, dass die Psychiatrischen Dienste im Kanton Bern ausreichend finanzielle Mittel zugesprochen bekommen, um ihre Leistungen aufrecht zu erhalten.
Sie engagieren sich dafür, dass die Psychiatrischen Dienste im Kanton Bern ausreichend finanzielle Mittel zugesprochen bekommen, um ihre Leistungen aufrecht zu erhalten.
Andreas Blatter
Sie verteilten den Grossräten Flyer und...
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Andreas Blatter
... Schokolade.
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Andreas Blatter
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Der bernische Grossratspräsident Marc Jost hat am Montag zum Auftakt der Novembersession des bernischen Grossen Rats eine Petition mit dem Titel «für eine gute Psychiatrie» entgegengenommen. 7500 Personen haben die Bittschrift unterzeichnet.

Sie fordern gemäss dem Petitionstext vom Grossen Rat und von der Kantonsregierung, dafür zu sorgen, dass das ambulante und stationäre Angebot der Psychiatrie im Kanton Bern trotz Sparmassnahmen «hochstehend» bleibt. Das bedinge faire Anstellungsbedingungen und eine ausreichende Finanzierung der geplanten Aktiengesellschaften.

Wenn Angestellte ihre Stelle verlören, müssten sie - ähnlich einem Sozialplan - von den Leistungen nach kantonalem Personalgesetz und kantonaler Stellenvermittlungsverordnung profitieren können.

Die Petitionsübergabe auf dem Berner Rathausplatz fand im Rahmen einer kleinen Kundgebung statt. Verschiedene Personalverbände und Gewerkschaften hatten die Angestellten in der Berner Psychiatrie zur Teilnahme aufgerufen. Schätzungsweise hundert Personen folgten diesem Aufruf.

Jost gratulierte den Angestellten der Psychiatrie für das Engagement und sagte, die zuständige Grossratskommission werde die Petition beraten. Anschliessend verfasse der Grosse Rat eine Antwort.

Psychiatriezentren werden verselbständigt

Lanciert wurde die Petition, weil der bernische Grosse Rat 2013 bei der Beratung des Spitalversorgungsgesetzes beschlossen hatte, die drei kantonalen Psychiatriezentren auszulagern. Sie sollen - wie früher schon die bernischen Spitäler - in die Selbständigkeit entlassen werden. Dies per Anfang 2017.

Auf dem Weg dorthin müssen die drei Psychiatriezentren ihre Budgets im Vergleich zu heute um 34,5 Millionen Franken entlasten. Das führt in allen Kliniken zu einem Stellenabbau. Als besonders schwierig zu erreichen gelten die Sparvorgaben für die Psychiatrischen Dienste Biel-Seeland-Berner Jura (PDBBJ).

Aus diesem Gebiet kamen denn auch sehr viele Unterschriften für die Petition, wie VPOD-Gewerkschaftssekretärin Bettina Dauwalder bei der Übergabe der Petition sagte. Auch Personen aus dem Kanton Jura hätten unterschrieben, weil die psychiatrische Klinik Bellelay auch jurassische Patienten behandle.

Dauwalder sagte am Rand der Kundgebung, die Demonstration und die Petition hätten keinen direkten Zusammenhang mit einem spezifischen Geschäft der Novembersession des Grossen Rats. Es gehe darum, ein Zeichen zu setzen.

Regierungsrat und der Grosse Rat müssten bei künftigen Entscheiden zur Psychiatrie die Bedürfnisse des Personal kennen und möglichst in ihrem Sinn entscheiden. Die 7500 innert eines Monats gesammelten Unterschriften seien ein starkes Zeichen, so Dauwalder.

(SDA)

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