570'000 Franken für das grosse Kirchenfest von 2017

Im zweiten Anlauf hats geklappt: Das Parlament der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn sagt Ja zum neuen Konzept für das Abschlussfest des Visionsprozesses «Kirche 21». Es genehmigte einen Kredit von 570'000 Franken.

Im September 2017 wird in den Berner Stadtkirchen die Einleitung der Reformation durch Martin Luther vor 500 Jahren gefeiert.

Im September 2017 wird in den Berner Stadtkirchen die Einleitung der Reformation durch Martin Luther vor 500 Jahren gefeiert. Bild: Andreas Blatter

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Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn verfügen nun über ein genehmigtes Konzept für das Abschlussfest des Visionsprozesses «Kirche 21». Nach dem Nein zu einem ersten Konzept im vergangenen Jahr sagte das Kirchenparlament am Dienstag in Bern nun Ja.

Acht Gottesdienste zugleich

Die Synode stimmte einem Kredit von 570'000 Franken für das Fest zu, wie die Kirchenkanzlei mitteilte. Geplant ist ein modular aufgebautes Fest, das am Morgen des 10. September 2017 mit Kirchgengeläut aller Berner Stadtkirchen beginnt. Sie laden zu acht verschiedenen Gottesdiensten für unterschiedliche Zielgruppen.

Die Predigten in diesen Gottesdiensten haben die neue Vision der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn zum Thema. Sie werden später als Buch veröffentlicht.

Nach dem Gottesdienst findet auf dem Waisenhausplatz ein Risottoessen statt, dann folgt auf dem Bundesplatz der eigentliche Festakt, unter anderem mit Komiker Massimo Rocchi. Ein Chor wird die Vision zum Klingen bringen. Auch soll ein diakonisches Integrationsprojekt lanciert werden.

Das Fest soll die Arbeiten am dreijährigen Visionsprozess Kirche 21 beschliessen, welche die reformierte Kirche 2014 anstiess. Der Visionsprozess soll zu neuen Leitgedanken führen, mit denen die reformierte Kirche in die Zeit nach 2017 gehen will.

2017 werden es 500 Jahre her sein, dass Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasses publizierte und so die Reformation einleitete. Im vergangenen Dezember sagte die Synode Nein zu einem Fest, das für 20'000 Personen ausgelegt war und 770'000 Franken hätte kosten sollen. (ngg/sda)

Erstellt: 24.05.2016, 18:24 Uhr

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