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567 Berner streben Sitz im Nationalrat an

Für die 25 bernischen Sitze im Nationalrat kandidieren 567 Personen. 212 Frauen und 355 Männer möchten sich in den Nationalrat wählen lassen.

Begehrte Sitze im Nationalratssaal: 567 Berner kandidieren dieses Jahr für den Nationalrat.
Begehrte Sitze im Nationalratssaal: 567 Berner kandidieren dieses Jahr für den Nationalrat.
Keystone

Das Interesse im Kanton Bern an einem Nationalratssitz steigt erneut. Nach Ablauf der Eingabefrist teilte die Berner Staatskanzlei am Montag mit, dass 567 Personen für die Nationalratswahlen antreten. Vor vier Jahren waren es noch 546, 2007 gar 524. Der Rekord allerdings hält weiterhin das Jahr 1995. Damals waren es 583 Personen.

Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen hat sich nach einem steten Rückgang seit 2007 etwas verbessert: Mit 212 Frauen und 355 Männern beträgt der Frauenanteil mit 37,4 Prozent wieder mehr als ein Drittel. Hier finden Sie die Liste aller Kandidierenden.

Die 567 Personen kandidieren auf 26 Listen, 2 weniger als bei den letzten eidgenössischen Wahlen. An der SP liegt das nicht: Sie tritt gleich mit 4 Listen an. Zur Frauen-, Männer- und Juso-Liste kommt neu eine separate Aufstellung für Frankofone hinzu. Damit versucht die Partei gezielt Stimmen zu machen und damit ihren Wähleranteil von 19,3 auf 21 Prozent zu erhöhen – so weit wenigstens das ausformulierte Wahlziel.

Grosse Parteien mit zwei Listen

Die SVP hat nach einem Experiment mit einer Einheitsliste wieder deren zwei; die junge SVP tritt separat an. Zu reden gab bei den SVP-Delegierten die Vertretung der Bernjurassier. Statt eines vorkumulierten Kandidaten versuchen nun Grossrat Manfred Bühler und Grossrätin Anne-Caroline Graber den 2011 verloren gegangenen Sitz für den Berner Jura zurückzuholen.

Die etablierten Parteien setzen samt und sonders auf mehr als eine Liste. BDP, Grüne, Freisinnige und Grünliberale stellen dabei ihren Politikernachwuchs auf eigenen Listen ins Schaufenster. Die EDU unterscheidet ihre Bewerberinnen und Bewerber in bewährte und zuverlässige Kräfte.

Im Unterschied zu 2011, als unter anderem die BDP und die Grünliberalen erstmals an den nationalen Wahlen teilnahmen, gibt es heuer kaum neue Kräfte, die einen Sitz im Bundeshaus ergattern wollen. Wobei sogar die wenigen Exoten zum Teil gar keine sind: Hinter dem umständlichen Namen «Die Mitte: AWG Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Gesellschaft » verbergen sich Namen aus der CVP.

Änderungen bis zum 10. August möglich

Der einzige wirklicher Neuling wartet immerhin zugleich mit einer Spezialität auf. Die Liste enthält nur einen einzigen Kandidaten, der ihr auch gleich den Namen gibt: Philipp Jutzi. Ein Interlakner Kaufmann verbirgt sich dahinter.

Erneut mit eigenen Listen mit von der Partie sind die Piraten, die Schweizer Demokraten, das Alpenparlament und die Partei der Arbeit sowie die Kommunistische Jugend.

Sämtliche Kandidatinnen und Kandidaten sind in dieser Ausgabe aufgeführt. Bis zum 10. August sind noch Änderungen möglich. Dasselbe gilt für die Listenverbindungen. Derzeit sind zwei grosse bekannt, jene in der Mitte von BDP, GLP, EVP und CVP und das traditionelle Linksbündnis SP-Grüne.

Die Frist für Ständeratskandidaturen läuft erst in zwei Wochen ab. Schon klar ist: Die beiden Ständeräte Werner Luginbühl (BDP) und Hans Stöckli (SP) werden von mehreren Personen herausgefordert.

Eine Liste mit allen 567 Berner Kandidatinnen und Kandidaten finden Sie hier (pdf-Datei).

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