11 Berner Restaurants mit Michelin-Stern gekürt

Am Mittwochmittag wurde der neue Guide Michelin 2017 der Schweiz veröffentlicht. Elf Berner Restaurants sind mit einem Stern ausgezeichnet.

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Die Schweiz bleibt das Land mit den meisten «Michelin»-Sternen pro Einwohner in Europa. Für die aktuelle Ausgabe des Gastroführers zeichneten die Tester insgesamt 117 Häuser mit einem, zwei oder drei Sternen aus. «Die Auswahl der unabhängig und anonym arbeitenden «Michelin»-Inspektoren bestätigt auch für 2017 wieder das hohe Niveau und die ausserordentliche Vielfalt der Gastronomie zwischen Genf und St. Gallen, Basel und Lugano», sagt dazu Michael Ellis, internationaler Direktor des «Guide Michelin».

Stern weg: Löwen Thörigen

Der Kanton Bern kann zwar weder 2- noch 3-Stern-Häuser vorweisen, ist aber in der erweiterten Spitze wie bisher mit 11 1-Stern-Lokalen durchaus respektabel vertreten (siehe Kasten). Seinen Stern verloren hat Nik Gygax, der seinen Landgasthof Löwen in Thörigen zum Verkauf ausgeschrieben hat. Neu mit einem der begehrten Sterne ausgezeichnet wurde demgegenüber das japanische Restaurant Megu in Gstaad.

Damit ist der Oberländer Ferienort neu gleich mit 4 sternegeschmückten Lokalen vertreten. Diese Dichte ist zwar auffällig, aber nicht aussergewöhnlich: «Typisch für die Schweiz ist die grosse Anzahl von Topadressen in den Höhenlagen der Ferienorte. Sie bieten ideale Ziele für Wintersportler und Bergwanderer, die sich kulinarisch verwöhnen lassen wollen», heisst es dazu in einer Medienmitteilung der «Guide Michelin»-Verantwortlichen.

Ganz vorne bleibt die Zahl der eidgenössischen 3-Stern-Adressen mit drei Restaurants unverändert. Als besonders erfreulich wertet der «Guide Michelin», dass das Restaurant de l’Hôtel de Ville in Crissier nach dem Tod von Benoît Violier auch unter dem neuen Küchenchef Franck Giovanni die Spitzenwertung behaupten konnte.

Die beiden weiteren Schweizer Toprestaurants sind das Schauenstein in Fürs­tenau und das Cheval Blanc by Peter Knogl im Basler Grandhotel Les Trois Rois. Nur etwa 100 Adressen weltweit tragen dieses Spitzenprädikat für exzellente Kochkunst.

Ratgeber für Autofahrer

«Michelin»? Wer bei diesem Stichwort nicht zuerst an Gour­met­lokale, sondern an Autopneus denkt, liegt im Übrigen nicht ganz falsch: In den Anfängen war der 1900 erstmals erschienene Guide in erster Linie ein vom Reifenhersteller Michelin lancierter Ratgeber für die lediglich rund 3000 Autofahrer, die es damals in Frankreich gab. Er enthielt Adressen von Tankstellen und Garagen, Reparaturanleitungen sowie Strassenkarten und Stadtpläne.

Lanciert wurde der Guide mit dem Ziel, die Mobilität und damit den Pneuabsatz zu fördern. Und weil Autofahren auch hungrig und müde macht, wurden schon bald zusätzlich eine Reihe von empfehlenswerten Hotels- und Restaurants aufgelistet. Heute erscheint der «Guide Michelin» in 25 Ländern auf vier Kontinenten, neben Ländern deckt er auch städtische Grossregionen, etwa London, New York, Rio de Janeiro, São Paulo oder neu Shanghai, ab.

wü/pd

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