102 Millionen Franken fürs Tram nach Ostermundigen

Bern/Ostermundigen

Im Juni der Grosse Rat, im November die Stadt Bern – das Tram nach ­Ostermundigen wird konkret. Es wird 264 Millionen kosten.

Mit der Bewilligung des 102-Millionen-Kredits durch den Berner Regierungsrat ist man dem 10er-Tram einen Schritt näher gekommen. (Montage)

Mit der Bewilligung des 102-Millionen-Kredits durch den Berner Regierungsrat ist man dem 10er-Tram einen Schritt näher gekommen. (Montage)

(Bild: zvg)

Stephan Künzi

Der Bau der Tramlinie von Bern nach Ostermundigen ist wieder ein Stück vorangekommen. Am Freitag gab der Regierungsrat bekannt, dass er zuhanden des Grossen Rates einen Kredit von 102 Millionen Franken freigegeben hat. Im Juni wird der Grosse Rat über diesen Antrag befinden. Sagt er Ja, steht dem Projekt vonseiten des Kantons nichts mehr entgegen – ausser, das fakultative Referendum wird ergriffen.

Kanton zahlt 53 Prozent

Kosten wird die Tramlinie allerdings weit mehr. Auf 264 Millionen Franken schätzt der Kanton die Kosten, dies inklusive Mehrwertsteuer. An diese Kosten steuern der Bund, die Stadt Bern und Ostermundigen 47 Prozent bei. Die restlichen 53 Prozent bleiben am Kanton hängen. Davon wird, wie vom Gesetz über den öffentlichen Ver­kehr vorgesehen, ein Drittel von vornherein auf alle Berner Gemeinden verteilt.

So bleiben am Ende die 102 Millionen in der Vorlage an den Grossen Rat, wobei in diesem Betrag bereits ein Reservepolster von 10 Prozent eingerechnet ist.

Arbeiten «spätestens 2022»

Während Ostermundigen seinen Teil im letzten April schon an der Urne bewilligt hat, wird die Stadt Bern über ihren Teil erst im November abstimmen. Die Linie soll gleich verlaufen wie im gescheiterten Projekt Tram Region Bern – also auch durch die Alleen in der Stadt Bern, um deren kompletten Erhalt die Tramgegner beim letzten Mal mit vollem Einsatz gekämpft haben. Neu festgelegt wird dagegen der Endhalt unterhalb der Rüti Ostermundigen. Der genaue Standort ist bis Ende Jahr klar.

Mit dem Bau der Tramlinie möchte der Kanton «spätestens 2022» beginnen. Die Eröffnung wäre dann fünf Jahre später.

Berner Zeitung

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