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Jubiläum mit viel Kreativität

Mit einem Filmwettbewerb lanciert die bernische Erziehungsdirektion das Jubiläum 175 Jahre Primarschule Bern. Am 6.November werden die Sieger

Zum 175-Jahr-Jubiläum der Primarschule Bern gehört zwar auch die Ausstellung «Geburtsstunde der modernen Schule» (vom 12.März bis 28.August 2010 in der Zentralbibliothek an der Münstergasse 63 in Bern). Doch für Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne) ist klar, wer beim Schuljubiläum im Mittelpunkt stehen muss: «die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrpersonen». Zum Thema «Der Schule auf der Spur» veranstaltet die Erziehungsdirektion des Kantons Bern einen Filmwettbewerb. Der Wettbewerb will Lehrerinnen und Lehrer sowie deren Klassen dazu anregen, eine kreative Entdeckungsreise in die Schulvergangenheit zu machen und diese in einem maximal drei Minuten langen Kurzfilm festzuhalten. Eine Vorgabe, wie das Motto interpretiert werden soll, gibt es nicht. Es spielt auch keine Rolle, ob der Kurzfilm als Reportage, Schauspiel, Krimi, Drama oder Werbespot gedreht wird. Für die Bewertung zählen nur die Originalität der Filmidee und ihrer Umsetzung. Am Wettbewerb teilnehmen können alle Schulklassen (inklusive Tagesschulgruppen) im Kanton Bern vom Kindergarten bis zum 9.Schuljahr. Der Wettbewerb ist auf 100 Startplätze beschränkt und wird über die Website www.prim175.ch abgewickelt. Das Publikum wählt mit Anmeldeschluss für einen Startplatz ist der 30.April. Filmabgabe: 25.August. Ab 1.September werden die Filme auf www.prim175.ch publiziert. Bis Ende September findet ein Online-Publikumsvoting statt. Am 6.November werden die Siegerfilme in Lyss prämiert. Die Verbindung der Vergangenheit und der Gegenwart ist bewusst als Leitmotiv des Jubiläums gewählt worden. Vieles, das heute als selbstverständlich betrachtet werde, habe hart erkämpft werden müssen, sagt Bernhard Pulver. Nämlich: Jedes Kind hat Anrecht auf Bildung; der Schulbesuch ist obligatorisch; der Unterricht dauert das ganze Jahr; ausgebildete Lehrpersonen sollen den Unterricht erteilen; der Unterricht findet in Schulhäusern statt. Zwar habe es bereits im Ancien Régime Landschulen gegeben, erklärt Pulver, «doch diese standen unter der Obhut der Kirche. Der Unterricht war geprägt durch mechanisches Auswendiglernen von christlichen Grundsätzen.» Erst die Liberalen hätten auf die Befreiung der Schule von religiösen Anliegen hingewirkt. Revolutionär sei die Absicht gewesen, nicht nur eine privilegierte Elite, sondern alle Jugendliche unabhängig von ihrer Herkunft in den wichtigsten Grundfertigkeiten wie Lesen, Rechnen und Schreiben auszubilden. «Diese Idee war bahnbrechend», würdigt Pulver die Leistung der Liberalen. Geschult worden seien aber auch Staatskunde, Geschichte, Geografie und Singen: «Damit formte der liberale Staat jenen Nachwuchs, der ihn letztlich auch tragen sollte.» Das erste Volksschulgesetz des Kantons Bern wurde 1835 verabschiedet. Die Leistung der Lehrkräfte Der bernische Bildungsdirektor blickt aber auch in die Zukunft der Berner Schule. Gerne würde Pulver weitere vier Jahre regieren: «Ich möchte die Volksschule zusammen mit den Lehrkräften weiterentwickeln, dabei aber berücksichtigen, was die Berner Volksschule wirklich braucht.» Pulver versteht das 175-Jahr-Jubiläum zudem als Anerkennung für die Leistungen der Lehrkräfte der Volksschule.Urs Egli •www.prim175.ch >

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