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Ja zu 24-Millionen-Kredit für neue «Weissenau»

UnterseenEinstimmig genehmigten die Abgeordneten des Gemeindeverbandes Weissenau 24,1 Millionen Franken für den Neubau

«Heute ist das Heim Weissenau mit seinen alten Räumen im Spital für viele die letzte Wahl auf dem Bödeli», sagte Geschäftsführer Heinz Witschi an der Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbandes Weissenau vom Donnerstag. Die «Weissenau» diene deshalb oft nur als Übergangsheim und weise überdurchschnittlich viele Ein- und Austritte auf – was wiederum zu einem hohen Verwaltungsaufwand und einer starken Belastung für das Personal führe. Mit dem Neubau südlich des Spitals soll das Heim Weissenau ab 2013 wieder konkurrenzfähig werden. Geplant sind 75 Heimplätze – unter anderem für Menschen mit Demenzerkrankungen oder solche, die auf die Dialysestation des Spitals oder auch auf palliative Pflege angewiesen sind. Nach einem Projektwettbewerb ist ein Bau im Minergie-P-Standard vorgesehen, der für seine Energieversorgung die Abwasserwärme der nahen ARA nutzt (wir berichteten). Angepasstes ProjektAm Donnerstag berichteten Heinz Witschi und Verbandspräsident Jürgen Ritschard, dass das Gebäude nicht wie vorgesehen unterkellert wird, weil dies angesichts des schwierigen Baugrundes zu teuer wäre, und dass auch auf teure Glasdächer für die Innenhöfe verzichtet wird. Bei der Umgebungsgestaltung setze man vor allem auf die vorhandene landschaftliche Schönheit. Für den Bau wird in der nun anlaufenden Ausschreibung ein Totalunternehmer gesucht, der auch sämtliche Garantien trägt. Sobald das Resultat der Submission bekannt ist, entscheidet noch einmal die Abgeordnetenversammlung über die detaillierten Kosten. Mit dem Ausführungskredit von 24,1 Millionen Franken wurde am Donnerstag ein Betrag an der oberen Grenze genehmigt, wie Witschi versicherte. Für die Finanzierung will der Verband 18 Millionen bei Banken aufnehmen; 2,5 Millionen sind Eigenmittel; und 3,5 Millionen gibt es als zinsgünstiges Darlehen von der Diagnostik AG, die grösstenteils dem Verband Weissenau gehört. Zurückgezahlt werden die Darlehen innert 32 Jahren. Das Bauland gehört dem Verband und wurde von der Gemeinde Unterseen ohne Mehrwertabschöpfung eingezont. Land für GemeindestrasseEbenfalls einstimmig beschloss die Versammlung, 800 Quadratmeter der Parzelle der früheren Villa Beatrice an die Gemeinde Unterseen zu verkaufen, die das Land für eine Verbindungsstrasse zwischen See- und Weissenaustrasse braucht. Ja sagten die Abgeordneten auch zum Kauf von 34 zusätzlichen Aktien der Diagnostik AG, die Magnetresonanz-Geräte an die Spitäler fmi vermietet; damit gehören dem Verband 205 der 220 Aktien. Genehmigt wurde die Jahresrechnung 2010, die bei einem Aufwandüberschuss in der Vermögensverwaltung und einem Gewinn des Heims mit 175212 Franken Aufwandüberschuss schliesst. Das Heimpersonal leistete 19444 Pflegetage; die 57 Betten waren zu 93 über Prozent belegt. Pläne für «Beatrice»-ArealZum Schluss der Versammlung orientierte Heinz Witschi über die Vorbereitung eines Wettbewerbs für eine Überbauung des verbandseigenen Areals zwischen See- und Weissenaustrasse (an der geplanten Verbindungsstrasse). Für die Nutzung interessieren sich der Psychiatrische Dienst und die Verwaltung der Spitäler fmi, der Jugendpsychiatrische Dienst und die Erziehungsberatung des Kantons sowie Ärzte mit eigener Praxis. Auch für Alterswohnungen besteht ein Interesse. Ob der Verband selber bauen oder einen Investor suchen will, wird der Vorstand noch mit den Gemeinden besprechen. Sibylle Hunziker>

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