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Inkonstanz im Verfolgerfeld

UnihockeyWiler-Ersigen hat nach durchzogenem Auftakt die Spitze übernommen. Floorball Köniz und die Langnauer Tigers fallen wegen schwankender Leistungen auf.

Noch ist die Spannung relativ hoch. Im ersten Drittel der Unihockeymeisterschaft vermochte sich keine Equipe abzusetzen, die Rangliste zeigt dennoch das gewohnte Bild. Wiler-Ersigen hat dank des 10:4-Erfolgs in Chur erstmals die Spitze übernommen, Captain Matthias Hofbauer im Vergleich mit der Auswahl seines langjährigen Trainers Thomas Berger gleich fünfmal getroffen. Hinter dem Serienmeister folgen die Langnauer Tigers, Floorball Köniz und die im Vorfeld der Saison als erste Herausforderer des Branchenleaders gehandelten Grasshoppers. Zwischen Langnauern und Könizern sind etliche Parallelen auszumachen. So gross das Potenzial in den beiden Mannschaften ist, so eklatant sind die Schwankungen, welchen die Berner Vertreter unterliegen. Auf Höhenflüge folgen Tauchgänge wie jene vom Wochenende im Schweizer Cup: Derweil die Emmentaler in den Achtelfinals von Malans deklassiert wurden (2:8), vermochten die Vorstädter den Schaden bei GC zu begrenzen (6:10), nachdem zu Beginn des letzten Abschnitts (0:7) vieles auf eine Blamage hingedeutet hatte. Schonfrist für die Jungen Im Fall der Könizer entspricht das Gezeigte ungefähr den Erwartungen des Trainers. «Es war absehbar, dass es uns in der ersten Saisonphase an Stabilität fehlen würde», sagt Christian Wahli, welcher zwei Jahre lang als Assistent des Schweden David Jansson tätig war und im Frühling dessen Nachfolge antrat. Noch gelingt es seinem Ensemble nur bedingt, spielerische Überlegenheit auf die Anzeigetafel zu übertragen. Grund zur Besorgnis sehe er keinen, sagt der 34-Jährige; «zum jetzigen Zeitpunkt müssen wir uns nicht in Bestform befinden». Die Playoff-Qualifikation gehört zum Pflichtprogramm. Wie ausdrucksstark jedoch die Kür sein wird, hängt nicht zuletzt von der Entwicklung der Abwehr ab. «Unsere jungen Verteidiger sind begabt, aber sie brauchen noch etwas Zeit», hält Wahli fest. Ob die Zeit reicht, den Anforderungen gerecht zu werden, wird sich im Februar weisen. Ohne Ball besser geworden Tigers-Trainer Björn Karlen ortet die Ursachen der Achterbahnfahrt vornehmlich im personellen Bereich. Verletzungen und die Sperre Joël Krähenbühls hätten ihn immer wieder zu Umstellungen gezwungen, derzeit seien vier Leistungsträger angeschlagen, hält der 31-Jährige fest. Nationalspieler Krähenbühl war vor Wochenfrist gegen GC nach einem Zweikampf mit André Hostettler zur Überraschung fast aller Beteiligten des Feldes verwiesen worden – Augenzeugen zufolge soll selbst GC-Trainer Magnus Svensson versucht haben, die Schiedsrichter von ihrem Entscheid abzubringen. Seine Mannschaft sei in der Lage, das angestrebte System umzusetzen, sagt Karlen. «Das Problem ist, dass uns das in der Regel noch nicht 60 Minuten lang gelingt.» Deutlich besser geworden sei das Spiel ohne Ball, das gelte auch für Ales Zalesny. Der Tscheche, ein Stürmer mit divenhaften Zügen und viel Zug aufs Tor, markiere auch in der Defensive Präsenz. Vor zwei Jahren, anlässlich seines ersten Gastspiels im Emmental, war dies selten der Fall gewesen. In dieser Woche finden vier Partien statt, ehe der Betrieb zugunsten der Landesauswahl für zwölf Tage unterbrochen wird. Es bleibt zu hoffen, dass bei einem der drei Verfolger Konstanz Einzug hält. Ansonsten dürfte die Spannung einem Sololauf weichen – Wiler-Ersigen hat sich nach der Auftaktniederlage bei GC stetig gesteigert.Micha JeggeTabelle/Telegramme Seite 27>

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