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In knapp zwei Monaten wird die Demenz-Wohngruppe eröffnet

FrutigenAuf dem Dach des Pflegeheims Frutigland im Spital Frutigen entsteht eine Demenzabteilung. Speziell

Oben auf dem Dach des Spitals Frutigen wurde seit 2007 an einer Abteilung für Demenzkranke geplant und gebaut. Der Kostenvoranschlag lautete auf 4,2 Millionen Franken. Am 14. März ziehen maximal 15 Bewohner in die elf Einer- und zwei Doppelzimmer ein. Vor einem Monat fand eine erste Orientierung mit 40 Besuchern statt. «Zwei Monate vor der Eröffnung der Abteilung haben sich bereits acht Personen angemeldet», antwortete die Pflegedienstleiterin Doris von Känel auf Anfrage. Auch am zweiten Infoabend über die Wohngruppe Maiensäss hörten am Montagabend noch gut 25 Personen zu und besichtigten die Abteilung. Ein «Musterzimmer» war schon möbliert. Ein Pflegebett, ein Schrank, ein kleiner, heller Tisch und zwei schwarze Stühle gehören zur Grundausstattung. «Daneben können die Bewohner ihr Zimmer selber gestalten», erklärte der Direktor des Pflegeheims Frutigland, Fritz Nyffenegger. Bewegungsdrang ausleben Auf die Krankheit der Patienten wird im geschützten Rahmen eingegangen und ein erfahrenes Team wird deren besondere Bedürfnisse berücksichtigen. Im grossen Aussenbereich auf zwei Ebenen mit einem Stück Kiesweg, begrünten Flächen, einem laufenden Brunnen und Nischen können sich die Bewohner in geschütztem Rahmen bewegen. «Die Balkongeländer sind breit und hoch», zerstreute Nyffenegger entsprechende Bedenken. Vielleicht werden sogar Kleintiere gehalten. Auch die Sitzgelegenheiten laden zum Aufenthalt im Freien ein. «Es wird keine giftigen Pflanzen geben hier, eher Kräuter», erklärte Fritz Nyffenegger auf dem Rundgang. Die Bewohner sind ja nicht mehr in der Lage, Pflanzen zu unterscheiden und könnten versucht sein, davon zu essen. Im Gebäude gibt es zwei grössere Aufenthaltsbereiche, denn die Bewohner sollen hier gemeinsam leben und nicht allein in ihren Zimmern bleiben. In der grossen Küche können die Betreuenden mit den Bewohnern als besonderes Erlebnis und um Gerüche wahrzunehmen, kochen oder backen. Allerdings nicht als volle Verpflegung, die wird meistens geliefert. Was sonst dazugehört Zum Pflegeheim Frutigland gehören ausser der neuen Demenwohngruppe die zwei Pflegewohngruppen im zweiten Stock des Spitals Frutigen mit 50 Plätzen und das Chalet Stampach in Aeschi mit 13 Betten. Je nach Gesundheitszustand können die Betagten auf die 78 Betten verteilt werden. Leiter der neuen Demenz-Station wird Markus von Niederhäusern sein. Er ist gelernter Pflegefachmann mit Weiterbildung zum Stationsleiter und arbeitet seit sechs Jahren im Pflegeheim Frutigland. Ein Teil der Mitarbeitenden und der Nachtwachen haben auch auf der Pflegeabteilung gearbeitet. «Es kommen aber auch neue Leute dazu», sagt von Markus von Niederhäusern, der neben der Einarbeitung der neuen Stationsleitung auf der Pflegeabteilung bereits die Tagesstrukturen und Dienstpläne einen Stock höher vorbereitet. Der Betrieb wird seit dem 1. Januar nicht mehr über den Kanton finanziert. Die sieben Gemeinden im Frutigland bilden einen Trägerverein. Die Bewohner bezahlen nebst den Heimtarifen an die In-frastrukturkosten im Bereich ihrer finanziellen Möglichkeiten. Rösi Reichen >

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