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In drei Stunden auf dem Seil über den See

ThunerseeDer Seilartist Freddy Nock peilt einen aussergewöhnlichen Weltrekord an. Am 27.August will er von Leissigen aus den Thunersee auf dem Hochseil überqueren – und damit eine Serie von sieben Weltrekordversuchen in sieben Tagen abschliessen.

Zum Auftakt seiner waghalsigen Weltrekordversuche nimmt Seilartist Freddy Nock nicht etwa die Treppe, um im Obergeschoss des Hotels Freienhof in Thun am Medientermin teilzunehmen. Der Künstler spaziert mit Balancierstange seelenruhig und ungesichert auf dem Hochseil über die Aare. «Jetzt bin ich bereit für die Tour», sagt er lachend, als er von Peter Dütschler, Präsident Thunersee Tourismus (TST), auf sicherem Boden empfangen wird. Die waghalsige Aktion markiert gestern in der Thuner Innenstadt gewissermassen den Startschuss für noch Waghalsigeres. Am 27.August will Freddy Nock den Thunersee auf dem Hochseil ohne irgendwelche Sicherung überqueren. «Mit Sicherung fühle ich mich auf dem Seil nicht wohl», sagt er. Start ist in Leissigen Starten wird der Extremartist in Leissigen beim Bahnhof, um rund drei Stunden später bei den Beatushöhlen anzukommen. Auf der Strecke über den Thunersee warten auf Freddy Nock rund 3,3 Kilometer und ein Höhenunterschied von 152 Metern. Diese Herausforderung will Freddy Nock auf einem lediglich 22 Millimeter dicken Seil meistern, und damit die weltweit längste Wasserüberquerung auf einem Seil realisieren. Organisiert wird der Weltrekordversuch von TST. «Das Ganze ist eine technische Herausforderung», sagt Peter Dütschler. Nicht nur wegen des speziellen Seils, das extra angefertigt wurde. Bei Start und Ziel galt es zudem, entsprechende Fundamente für Ankerhaken zu installieren. Denn rund zehn bis maximal elf Tonnen Zugkraft werden auf das Seil wirken. Über den Thunersee gespannt wird das Seil mittels Helikopter und Booten der Seerettung. 100000 Franken budgetiert TST für den Anlass. «Dank Sponsoren ist dieses Budget zum Grossteil abgedeckt», erklärt TST-Direktor Michael Roschi. Der Weltrekordversuch über dem Thunersee ist der Abschluss einer ganzen Reihe. Ab dem 20.August will Nock in sieben Tage gleich sieben Weltrekorde aufstellen. Seine Rekordjagd kommt der Stiftung Unesco – Bildung für Kinder in Not – zugute. Das Projekt unterstützt benachteiligte Kinder in Bangladesch. «Ich möchte rund 70000 Franken zusammenbringen und benachteiligten Menschen Mut machen», erklärt der Artist. Dieses Vorhaben wird auch TST mit dem Verkauf eines Buttons unterstützen. Mit dem Schiff dabei Um die Aktion zu beobachten, gibt es mehrere Möglichkeiten. «Die beste Sicht haben Interessierte in Leissigen oder direkt von den Beatushöhlen aus», erläutert TST-Direktor Michael Roschi. Eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sei von Vorteil. Wer Nocks Seillauf hautnah erleben möchte, kann dies vom Schiff aus tun. Um 10 Uhr startet bei der Schiffländte in Thun ein Extraschiff, welches den Artist direkt das Seil entlang begleiten wird. «Wenn ich auf dem Seil bin», sagt Nock, «spüre ich keine Nervosität, ich laufe einfach.» Stefan Kammermann>

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