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In der Nacht geschlossen

Die Grimselpassstrasse ist ab heute tagsüber wieder offen. Zwischen Guttannen und Boden droht die Gefahr weiterer Murgänge.

Die Grimselpassstrasse wird tagsüber wieder kontrolliert geöffnet. Zwischen Guttannen und Boden kam es am vergangenen Freitag wegen der heftigen Regenfälle zu mehreren Schlamm- und Gerölllawinen. Bis gestern Sonntag war die Strasse gesperrt. Damit Guttannen wenigstens zeitweise von der Berner Seite her erreichbar war, wurden sogenannte Zeitfenster errichtet. Jeweils am frühen Morgen, am Mittag und am Abend konnte der Verkehr während jeweils 90 Minuten durch das Gefahrengebiet rollen. Der gefährdete Spreitloigraben wurde in diesen Zeiten speziell kontrolliert. Ab heute kann nun die Passstrasse von 6 bis 21 wieder durchgängig befahren werden. Sie bleibt aber während der Nacht weiterhin geschlossen. Gasleitung dichtgemacht Wie die Bau-, Verkehrs-, und Energiedirektion des Kantons Bern informiert, kamen Experten zu diesem Schluss, nachdem sie die Situation vor Ort abgeklärt hatten. Bruno Burkhard, Strasseninspektor Oberland Ost, erklärte gegenüber dieser Zeitung, zwar sei die Situation derzeit stabil, doch Eis und Schnee im oberen Teil des Spreitloigrabens würden die Situation unberechenbar machen. Kurzfristige Sperrungen seien jederzeit möglich. Aus Sicherheitsgründen wurde auch die Transitgasleitung unterbrochen, die von Holland nach Italien führt. Heute Mittag will der Kanton die Lage neu beurteilen. Die Schadensumme kann noch nicht beziffert werden, gemäss Burkhard wird das derzeit abgeklärt. Im Spreitloigraben, einem Seitengerinne der Aare, treten seit einem Jahr immer wieder Murgänge auf. Grund dafür ist ein Felssturz am Ritzlihorn im August vor einem Jahr. Damals brachen mehrere Hundert Kubikmeter Fels von der Nordflanke des Berges ab. Gemäss Kanton gefährden die Murgänge jedoch keine Siedlungen. Fritz Lehmann/sum >

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