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Im Juli kommt die grosse Hitzewelle

Die fünf Hubel-Meteorologen in Lohn-Ammannsegg ziehen Bilanz: Die Trefferquote der Hobbywetterfrösche lag im vergangenen Jahr bei hervorragenden 74 Prozent. Für 2010

Fünf Hobbymeteorologen aus Lohn-Ammannsegg prognostizieren seit 2002 im Herbst jeweils das regionale Wetter für ein ganzes Jahr. Nun stellten sie mit Genugtuung fest, dass ihre Voraussagen für den vergangenen Winter mehrheitlich zutrafen. «Die neutrale Auswertung durch das geografische Institut der Uni Bern ergab die hervorragende Trefferquote von durchschnittlich 74 Prozent», erklärt ihr Obmann Rudolf Luterbacher. Ein Vergleich: Fernsehwetterfrosch Thomas Bucheli schafft zwar mit seinen einwöchigen Prognosen 85 Prozent, liegt aber bei seinen vergleichbaren langfristigen Voraussagen über das ganze Jahr mit 59 Prozent deutlich schlechter. Vier der fünf Mitglieder hatten den Temperatursturz, der zu grünen Weihnachten führte, richtig vorausgesagt. Einig waren sich alle fünf schon im Herbst, dass der Frühling 2010 mit Verspätung erst nach Ostern und nur sehr zögernd Einzug hält. Mitte Mai Hagelwetter Manfred Burki, der seine Prognosen aus seinen Beobachtungen als Landwirt ableitet, prophezeite für Mitte Mai 2010 ein Hagelunwetter über dem Hubel bei Lohn. Mitte Juli werde grosse Hitze einsetzen. Auch Rudolf Luterbacher – er richtet sich nach einem Siebenjahresturnus von Mauritius Knauer (1613–1664) und dessen «Jahresregenten» wie Mars oder Sonne – rechnet bereits seit Herbst mit einem Feuerwerksverbot am kommenden 1.August. Dieser wird nämlich mitten in eine Hitzewelle fallen. Im Winter 2008/2009 hatte Luterbacher das Wetter sogar zu 86 Prozent richtig angekündigt und bekam dafür von seinen Kollegen einen «Hubu-Chutz»-Oscar überreicht. Für Ernst Schaller – der ehemalige Orientierungsläufer bezeichnet sich als Waldläufer und leitet seine Prognosen aus Beobachtungen der Waldflora und -fauna ab – war schon im Herbst 2009 klar, dass der Winter mehr Schnee als in den Vorjahren bringt und dass das echte Frühlingswetter bis in den April auf sich warten lässt. Die Anordnung der Nadeln durch die Klammerameisen hatte er diesmal jedoch nicht ganz richtig gedeutet: Er sagte nämlich als Einziger weisse Weihnachten voraus. Das dürfte allerdings lediglich ein kleiner Ausrutscher gewesen sein, prophezeite Schaller doch ein Jahr zuvor das Wetter für die Euro 08 während 23 Tagen zu 100 Prozent richtig. Mehrheitlich schneereiches und kaltes Wetter über die Wintermonate hatten auch der Holzbildhauer Paul Halter und der Imker Erhard Luterbacher aufgrund ihrer genauen Beobachtungen im Holz und bei den Bienen vorausgesagt. Sieger Manfred Burki Für die Zeit vom November 2008 bis Oktober 2009 wurde Landwirt Manfred Burki zum Sieger erkoren. Seine Trefferquote: ausgezeichnete 80 Prozent. Zweiter wurde Erhard Luterbacher, Imker (78 Prozent), Dritter Rudolf Luterbacher, Regent-Wetterforscher (77 Prozent). Die Vereinigung der Hubel-Freunde wurde nach dem Sturm Lothar gegründet: Die Bevölkerung solidarisierte sich und ermöglichte es der Bürgergemeinde Lohn, den Wald mit Spenden wieder aufzuforsten. Seither ziehen die Mitglieder jeden Herbst zum Hubel und hören sich die Prognosen ihrer Meteorologen an. Robert Grogg Weitere Infos: www.lohn-ammannsegg.ch/Bürgergemeinde/Hubel-Freunde/ Hubel-Meteorologen >

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